Korbacher Agentur meldet mehr offene Stellen

Waldeck-Frankenberg verzeichnet auch im Mai weniger Arbeitslose 

Gute Ergebnisse im Monat April: Die Agentur für Arbeit meldet im Geschäftsstellenbezirk Wolfhagen super Zahlen.
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Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist im Mai erneut gesunken.  Die Wirtschaft erholt sich nach der Corona-Krise.

Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist im Mai erneut gesunken. Die Quote ging um 0,2 Punkte auf 3,8 Prozent zurück.

  • Die Mai-Zahlen der Agentur deuten auf eine Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Beschränkungen hin.
  • Alle Gruppen profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit, erstmals seit einem Jahr weniger Langzeitarbeitslose.
  • Es gibt wieder mehr offene Stellen und weniger Kurzarbeit.

Waldeck-Frankenberg – Wie der „Geschäftsführer operativ“ der Korbacher Agentur für Arbeit, Bernd Wilke, am Dienstag berichtete, waren im Kreis 3358 Menschen ohne Job gemeldet, das sind 182 weniger als im April, ein Minus von 5,1 Prozent. Es sind sogar 459 weniger als im Mai vorigen Jahres, ein Rückgang um 12 Prozent.

Blick auf die Lage in den drei Geschäftsstellen im Kreis:

  • In Korbach mit Bad Wildungen waren im Mai 1582 Menschen ohne Arbeit gemeldet, 103 oder 6,1 Prozent weniger als im April und 257 oder 14 Prozent weniger als 2020. Die Quote fällt um 0,3 Punkte auf 3,8 Prozent.
  • In Frankenberg waren 1048 Arbeitslose erfasst, 38 oder 3,5 Prozent weniger als im April und 87 oder 7,7 Prozent weniger als im Mai 2020. Die Quote sinkt um 0,1 Punkte auf 3,7 Prozent. Das ist die beste Quote im Bezirk, Frankenberg liegt gleichauf mit Fritzlar/Homberg.
  • In Bad Arolsen waren 728 Menschen auf Jobsuche, 41 oder 5,3 Prozent weniger als im April und 115 oder 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Quote sinkt um 0,2 Punkte auf 4,1 Prozent.

Rückläufige Zahlen auch im Bezirk

Zum Agenturbezirk gehören die beiden Kreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Auch dort ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich gesunken. Derzeit sind es 7157 Betroffene, 451 oder 5,9 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote fällt mit 3,8 Prozent wieder unter die 4-Prozent-Marke – im April hatte sie bei 4,1 Prozent gelegen. 

Die positive Entwicklung zeige auch der Vergleich mit dem Vorjahr, als die erste Welle der Pandemie den Arbeitsmarkt erfasste: Gegenüber Mai 2020 sei die Arbeitslosenzahl um elf Prozent gefallen, berichtete Wilke. Damals waren 884 mehr Arbeitslose registriert, die Quote lag um 0,5 Punkte höher: bei 4,3 Prozent. 

Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Beschränkungen

Die Zahlen deuten auf eine Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Beschränkungen hin. So geht die Kurzarbeit offenbar zurück: 15 neue Anzeigen gingen im Mai ein, von denen maximal 162 Beschäftigte betroffen sein können – im April waren es noch 27 neue Anzeigen für bis zu 157 Beschäftigte. Angestiegen ist die Zahl der offenen Stellen – Firmen suchen neue Mitarbeiter.

„Unsere vielfältige Unternehmensstruktur im Korbacher Agenturbezirk hat sich in der Krise bewährt und dazu beigetragen, dass der Arbeitsmarkt sich schneller erholt als im hessenweiten Durchschnitt“, erklärte Wilke. „Die Arbeitslosenzahl ist im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich gesunken – und zwar gleichermaßen durch geringere Zugänge aus der Erwerbstätigkeit als auch durch höhere Abgänge in Arbeit. Das macht am Arbeitsmarkt Hoffnung auf ein Ende der Krise.“

Erstmals seit einem Jahr weniger Langzeitarbeitslose

In allen Gruppen sei die Arbeitslosenzahl im gesamten Agenturbezirk rückläufig. Die größten Rückgänge:

  • bei den unter 20-Jährigen um minus 10,6 Prozent,
  • bei Ausländern um minus 8,7 Prozent,
  • bei Frauen um minus 7,5 Prozent.
  • Bei der Langzeitarbeitslosigkeit ist erstmals seit einem Jahr wieder ein Rückgang zu verzeichnen: 2140 Betroffene waren im Mai registriert, 41 weniger als im April. Gegenüber Mai 2020 bedeutet dies aber dennoch einen Anstieg um 633 Menschen.
  • Arbeitslosengeld der Agentur erhielten 3314 Betroffene, 306 oder 8,5 Prozent weniger als im April und 726 oder 18 Prozent weniger als im Mai 2020
  • In der Grundsicherung verzeichnen die beiden Jobcenter im Mai einen Rückgang um 145 auf 3843 Arbeitslose, ein Minus von 3,6 Prozent. Im Jahresvergleich sind es 158 oder 3,9 Prozent weniger Betroffene.

Mehr offene Stellen

Erneut gestiegen ist der Bestand an offenen Stellen: 2951 Stellen waren im Mai im Agenturbezirk zu besetzen, 116 mehr als im April und 710 mehr als 2020. Der starke Anstieg im Jahresvergleich erklärt sich auch dadurch, dass es im Mai 2020 zu einer Abnahme gekommen war. Im Kreis waren im Mai 1591 Stellen unbesetzt.

Weniger Kurzarbeit

Nach wie vor gibt es neue Kurzarbeits-Anzeigen, allerdings mit sinkender Tendenz. 29 Betriebe haben bis zum Stichtag 26. Mai Kurzarbeit für bis zu 322 Beschäftigte neu angezeigt. Im April waren es 48 neue Anzeigen für maximal 254 Leute.

In welchem Umfang Betriebe kurzarbeiten, wird erst mit der Abrechnung deutlich, für die sie drei Monate Zeit haben. Für den Bezirk gibt es Hochrechnungen bis Januar, als in 1491 Unternehmen 10 980 Beschäftigte betroffen waren. Im Dezember waren es 1254 Betriebe mit 8230 Beschäftigten. (red/-sg-)

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