Sieben Gruppen fordern Neubewertung der Windenergie in Hessen

Waldeck-Frankenberg: Windkraft-Initiativen arbeiten zusammen

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Kritisieren den Ausbau der Windkraft: (von links) Jutta Franke, Heike und Stephan Kaula, Reinhard Seifahrt und Harald Saure (von links) sowie  Alfred Gottmann, , Birgit Stiehl, Heinz-Dieter Volkenrath und Heinrich Hain haben sich mit ihren BIs zu Windveto Waldeck-Frankenberg zusammengeschlossen.

Waldeck-Frankenberg. Sieben Bürgerinitiativen und Bürgerbewegungen, die sich gegen einen weiteren Ausbau der Windkraft in der Region aussprechen, haben sich jetzt zum Bündnis Windveto Waldeck-Frankenberg zusammengeschlossen. Das Ziel der Gruppe: Den Ausbau der Windenergie in Hessen auf Eis legen und neu bewerten.

„Mit zunehmendem Ausbau haben immer mehr Bürger Bedenken“, sagt Heinrich Hain von der Diemelseer Bürgerinitiative. Gerade auch deshalb, weil die Belastung im Nordkreis schon jetzt sehr groß sei. Von 1000 hessischen Windrädern, so Hain, stehen 100 allein im Nordteil des Landkreises.

Von der Politik würden offene Fragen zu Technik, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit und Gesundheit nicht ausreichend beantwortet, kritisiert die Gruppe. „Deshalb fordern wir ein Innehalten, um Zwischenbilanz zu ziehen“, sagt Hain.

Bewertet werden müsse dann unter anderem auch die Versorgungssicherheit. Denn die, so sagt Heinz-Dieter Volkenrath von der Willinger Bürgerbewegung, ist nicht gegeben. „In windschwachen Zeiten brauchen wir die Verstärkung aus Kraftwerken, um Lücken zu schließen.“ Auch durch einen Mix aus verschiedenen Erneuerbaren Energien sei der Strombedarf nicht vollständig zu decken.

Bei Veranstaltungen und mit Flyern will Windveto über diese und viele weitere Aspekte der Windenergie informieren und das sachlich, wie Heinrich Hain sagt. An Politiker wollen die Windkraftkritiker ebenfalls herantreten und die Diskussion suchen – auch im Hinblick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr. Man wolle beharrlich bleiben, sagt Reinhard Seifahrt von der Korbacher BI. Dass sie damit die Interessen vieler Waldeck-Frankenberger vertreten, soll die Position stärken. Mehr als 8000 Menschen würden das Bündnis unterstützen. 

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