Anträge online verschicken:

Waldeck-Frankenberger Jobcenter erweitert seinen Service um ein Internet-Portal

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Neuer Service des Waldeck-Frankenberger Jobcenters: Pressesprecherin Julia Rusch und Geschäftsführer Otto Richter stellen das Portal jobcenter.digital vor.

Korbach – Einen neuen Service bietet das Waldeck-Frankenberger Jobcenter an: Kunden können Anträge oder Mitteilungen ab sofort auch online weitergeben. Geschäftsführer Otto Richter und Pressesprecherin Julia Rusch stellten das neue Portal am Donnerstag in Korbach vor.

Wer den Namen jobcenter.digital im Adressfeld seines Browsers eingibt, kommt automatisch auf die Startseite. Sie bietet den Kunden zwei Möglichkeiten: 

  • Sie können die Weiterbewilligung von Arbeitslosengeld II beantragen. 
  • Sie können Veränderungen ihrer persönlichen und finanziellen Verhältnisse mitteilen. 

Die erforderlichen Unterlagen können die Nutzer einscannen und gleich mit versenden – sie behalten die Originale. Vorteile für die Kunden: Sie können die vollständigen Anträge rund um die Uhr und von überall her absenden. Das spart das Zeit und Porto – Anträge können schneller beschieden werden, das Geld fließt schneller. 

„Man erwartet von einer modernen Behörde, dass so etwas möglich ist“, sagt Julia Rusch. „Dem stellen wir uns.“ 

Schnell in die elektronische Akte

Vorteile für die Mitarbeiter des Jobcenters: Die getippten Anträge sind für sie besser lesbar als handgeschriebene auf Papier, das vermeidet Fehler. Und sie hätten ohnehin alle Unterlagen digital vorliegen, seit vor drei Jahren die elektronische Akte eingeführt worden sei, berichtet Richter. Digital verschickte Anträge und Unterlagen lassen sich schnell einfügen, das zeitaufwendige Einscannen von Blättern entfällt. 

Damit der Datenschutz gewahrt bleibt, bekommen Kunden ein Benutzerkonto, das Jobcenter vergibt Benutzername und Kennwort. Auch die Registrierung über die Online-Funktion des Personalausweises ist möglich. 

Projekt der Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Portal für die 302 Jobcenter im Land entwickelt. Die Besonderheit sei, dass auch Mitarbeiter der Jobcenter und Kunden bundesweit beteiligt worden seien, berichtet Richter. Denn die Plattform soll einfach bedienbar und selbsterklärend sein. 

Nutzer werden Schritt für Schritt angeleitet. Und wer nicht klar komme und Unterstützung suche, könne immer noch seine Sachbearbeiter anrufen und nachfragen, beteuert Richter.

Gespächsangebote bleiben bestehen

Der neue Service sei freiwillig, es bestehe keine Pflicht, ihn zu nutzen, betont Richter. „Unser Angebot des persönlichen Gesprächs bleibt, auch unsere vier Standorte im Kreis bleiben bestehen.“ 

Gerade beim Erstantrag auf Grundsicherung sei das persönlichen Gespräch wichtig, erklärt Rusch, deshalb könne dieser Antrag nicht online gestellt werden. „Der persönliche Kontakt ist uns wichtig, das bleibt auch so“, hebt Richter hervor. Aber über Anträge könne schneller entschieden werden. Derzeit würden sie in sieben bis acht Tagen bearbeitet, „das ist ein sehr guter Wert.“ 

Zahlreiche Informationen und Erläuterungen

Das Portal bietet darüber hinaus zahlreiche Erläuterungen über Verfahren, Leistungen oder über Anträge und Bescheide, es gibt zudem Erklärvideos. Ausländische Nutzer können verschiedene Sprachen wählen. Auch Hinweise auf aktuelle Termine und ein Link zur Jobvermittlung finden sich. 

Auf der Homepage des Jobcenters www.jobcenter-waldeck-frankenberg.de findet sich ebenfalls ein Link zum Portal, das erweiterbar ist. Es schafft Grundlagen für die weitere Digitalisierung. Richter: „Digital ist die Zukunft.“ (-sg-)

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