Kapazitäten stehen zur Verfügung, Aufträge fehlen

Waldeck-Frankenberger Speditionen würden gerne ausliefern

Kontrollen sind erforderlich: Die Lastkraftwagenfahrer müssen in diesen Wochen viele Hygieneregeln einhalten. Strenge Kontrollen werden zudem durchgeführt. Ein Vorgehen, das lange Zeit auch an den Grenzen praktiziert wurde. Nun sind Fahrten in das Ausland jedoch zum Teil wieder möglich. 
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Kontrollen sind erforderlich: Die Lastkraftwagenfahrer müssen in diesen Wochen viele Hygieneregeln einhalten. Strenge Kontrollen werden zudem du rchgeführt. Ein Vorgehen, das lange Zeit auch an den Grenzen praktiziert wurde. Nun sind Fahrten in das Ausland jedoch zum Teil wieder möglich. 

Die Lage der Speditionen ist ernst, dies wird vor allem im Gespräch mit regionalen Logistik-Unternehmen deutlich.

„Unsere Umsätze sind im Frühjahr teilweise bis zu 90 Prozent zurückgegangen“, berichtet der Battenberger Claus Giebel, der eine eigene Spedition leitet. Dies liege vor allem daran, dass der Vertrieb von Autoteilen eingebrochen sei. „Wir liefern größtenteils für die Automobilindustrie aus“, sagt er, „der kleine Teil an Getränketransporten ist in diesem Jahr vollständig zurückgegangen.“

Die Geschäftsführung musste dementsprechend Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. „Uns blieb nichts anderes übrig, als so zu handeln. Kapazitäten stehen zwar zur Verfügung, die Auftragslage steigert sich jedoch nur langsam“, betont Giebel. 

Die Arbeit, die der Battenberger Spedition bleibt, werde jedoch immer mehr geschätzt. Er berichtet: „Unsere Kunden bedanken sich bei uns, da wir noch wichtige Lieferungen durchführen.“ Er habe sogar ein Dankesschreiben aus der Chefetage eines großen Unternehmens erhalten. Dies sei natürlich eine zusätzliche Motivation.

Um die Existenz seines Unternehmens macht er sich zum jetzigen Zeitpunkt trotz der immer noch wenigen Aufträge keine Sorgen. „Wir haben seit der Gründung des Betriebs vor 25 Jahren immer Geld angespart, was uns in diesen Zeiten natürlich sehr zugutekommt, sagt er, „die Kosten versuchen wir zusätzlich so gering wie möglich zu halten.“

Noch ist keine Besserung in Sicht

Ein Vorgehen, dass auch der Goddelsheimer Betrieb Stede umsetzt. „Ungefähr 20 Prozent unserer Mitarbeiter sind in Kurzarbeit“, berichtet Karola Bürger, die zusammen mit ihrem Mann Wilfried Bürger und dem Sohn Stefan Bürger das Unternehmen leitet. 

Auch dort sei ebenfalls ein Auftragsrückgang zu verzeichnen, jedoch nicht ganz so schwerwiegend, wie bei dem Battenberger Kollegen. „Wir haben in allen Bereichen einen Rückgang von knapp 25 Prozent“, sagt Bürger.

Eine Verbesserung der Auftragslage sei in den nächsten Wochen dennoch nicht in Sicht. „Obwohl wir auch wieder in die Niederlande und nach Belgien fahren können, verändert das die Auftragslage nur geringfügig“, sagt die Geschäftsführerin. Die Hoffnung sei, dass alle Arbeitnehmer auch weiterhin im Unternehmen beschäftigt werden können.

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