Waldeck-Frankenberger Veterinäramt informiert

Blauzungenkrankheit: Vorschriften für Züchter in Waldeck-Frankenberg werden verschärft

Für den Umgang mit der meldepflichtigen Tierseuche Blauzungenkrankheit gelten ab Samstag, 18. Mai neue Regeln. Das hat das Veterinäramt Waldeck-Frankenberg auf Nachfrage mitgeteilt.

Wie berichtet, gilt seit Januar für den Altkreis Frankenberg – außer Vöhl und Frankenau – eine Sperrzone, nachdem in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz die Blauzungenkrankheit ausgebrochen war.

Ein Landwirt aus Gemünden hatte unserer Zeitung berichtet, dass er nun keine Tiere mehr ohne Impfung verkaufen dürfe, dass der Impfstoff derzeit allerdings kaum zu bekommen sei.

Dazu erklärte der Landkreis: „Die bisher geltenden erleichterten Verbringungsregelungen für nicht geimpfte Tiere (Zucht-/Nutztiere, Kälber) gelten noch bis zum 17. Mai. Im Rahmen dieser erleichterten Verbringungsregelungen dürfen Wiederkäuer ausschließlich innerhalb Deutschlands verbracht werden, wenn sie innerhalb von sieben Tagen vor dem Verbringen mit negativem Ergebnis auf das Blauzungenvirus getestet wurden (...).“ Da in den Sommermonaten das Risiko der Übertragung durch Mücken steigt, dürfen ab 18. Mai „nur noch geimpfte erwachsene Rinder/Wiederkäuer (ausgenommen Kälber) aus dem Sperrgebiet heraus verstellt werden. Eine Blutuntersuchung reicht nicht mehr aus (...)“.

Impfstoff gegen die Tierseuche derzeit schwer erhältlich

Doch Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit ist derzeit kaum zu bekommen, wie das Veterinäramt bestätigt. „Unsere Behörde hat schon vor einigen Jahren angeraten, möglichst alle empfänglichen Tiere impfen zu lassen, um im Falle einer Restriktionszone der Blauzungenkrankheit als Landwirt handlungsfähig zu bleiben.“

Weiteres Problem, so berichtet der Gemündener Landwirt, sei, dass die Impfung zu Fehl- und Missgeburten führe, was finanzielle Einbußen bedeute. „Leider steht den Landwirten nach unserer Information in solch einem Fall keine Entschädigung zu“, teilt der Landkreis mit.

Rubriklistenbild: © Archivfoto dpa

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