Mitglieder erhalten neun Prozent Dividende

Waldecker Bank nach gutem Jahr verhalten optimistisch

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Die Mitglieder der Vertreterversammlung stimmen über einen neuen Aufsichtsrat für die Waldecker Bank ab.

Korbach. Karl Oppermann ist mit 2015 zufrieden: „Wir haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, sagt der Vorstand der Waldecker Bank. Auch für 2016 geht der Daumen eher nach oben.

Die Waldecker Bank sieht sich nach einem weiteren guten Geschäftsjahr gut gerüstet für die wachsenden Herausforderungen von Minizinsen und Regulierung. „Wir haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, bilanzierte Karl Oppermann bei der Vertreterversammlung am Mittwoch in der Korbacher Stadthalle.

Die anfänglich pessimistischen Erwartungen seien im Jahresverlauf positiv übertroffen worden. Für 2015 wies die Bank einen Jahresüberschuss von 2,6 Millionen Euro aus, im Vorjahr waren es noch 2,9 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 3,8 Prozent auf 859 Millionen Euro. Damit ist die Waldecker Bank das zweitgrößte Geldinstitut im Landkreis. Die Mitglieder der Genossenschaftsbank erhalten unverändert eine Dividende von neun Prozent.

Die Kundenkredite hätten sich gegenüber dem Vorjahr um fast 31 Millionen Euro auf den Rekordstand von gut 396 Millionen Euro ausgeweitet, sagte Oppermann. Bei einem Neugeschäftsvolumen von fast 100 Millionen Euro sei die wesentliche Dynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres von der privaten Kreditnachfrage ausgegangen.

Zahlreiche größere Kredite hätten  bei den Geschäftskunden für einen Anstieg des Gesamtvolumens um mehr als eine Million Euro geführt.

Das Einlagevolumen insgesamt sank im Vergleich zu 2014 um 19 Millionen Euro auf 573 Millionen Euro. Geldanlagen von Privatkunden lagen auf dem Vorjahresniveau.

Auffällig sei, dass viele Kunden ihr Geld auf laufenden Konten parkten: Der Anteil liege hier bei nahezu der Hälfte des Gesamtvolumens. Oppermann: "Daran wird deutlich, in welchem Umfang die Kunden die Suche nach verzinzlichen Anlagen aufgegeben haben." 

Gleichwohl erhöhten sich die von der Waldecker Bank betreuten, bei den Verbundpartnern angelegten Gelder um rund zehn Prozent auf fast 344 Millionen Euro.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Ernst-Joachim Brack (Korbach) und Bernd Lippe (Waldeck) von den Vertretern bestätigt. Einen neuen, zusätzlichen Aufsichtsratsposten erhält Jin Keudel (Korbach).

Mehr lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 24. Juni 2016

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