Redewendung vom 16. April

Warum der Lenz für Frühlingsgefühle sorgt

- „Veronica, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala“: Was die Comedian Harmonists wussten, wussten schon die alten Römer. Der Frühling ist zuweilen verhext. Und deswegen widmen wir ihm, pünktlich zu den steigenden Temperaturen, eine „Redewendung außer der Reihe“.

Dabei machen wir uns zuerst auf die Suche nach dem „Lenz“. Der leitet sich eigentlich von dem indogermanischen Wort ab, das „lang“ bedeutet. Im Althochdeutschen sagten die Menschen „lenzin“ und wiesen damit auf jene Jahreszeit hin, in der die „Tage länger werden“. Das wusste schon Karl der Große und so unternahm er nach dem Ende der römischen Herrschaft den Versuch, den März in „Lenzinmanoth“ umzubenennen. Ohne Erfolg. Heute ist nur noch in einigen Regionen der Schweiz die Bezeichnung Lenz für Frühling gebräuchlich – und in vielen Gedichten und Liedern. Und damit kehren wir zurück zu den Comedian Harmonists, die das Lied 1930 zum ersten Mal zur Aufführung brachten. Mal mehr und mal weniger subtil nehmen die Musiker die Frühlingsgefühle unter die Lupe – und WLZ-FZ tun es ihnen gleich. Wer nach Gründen für jene Frühlingsgefühle sucht, wird just in der Wissenschaft fündig: „Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet“, heißt es dort. Das allerdings kann nicht nur zu romantischen Gefühlen führen, sondern auch zur Frühjahrsmüdigkeit. (resa)

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