Monika und Rolf-Dieter Knüppel in Waldeck haben einen Wohlfühlgarten geschaffen

Ein Wassergarten für Mensch und Tier

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Waldeck - Wasser plätschert, Vögel zwitschern, Farben umspielen das Auge – wer den Garten von Monika und Rolf-Dieter Knüppel in Waldeck besucht, sollte sich ein wenig Zeit nehmen und auch mal hinsetzen. Er findet garantiert Entspannung.

„Den Garten gibt es schon seit 30 Jahren, wir haben ihn immer wieder verändert“, sagt Rolf-Dieter Knüppel. Noch vor einigen Jahren war das Areal hinter dem Haus von Ehepaar Knüppel in Waldeck vor allem für den Anbau von Kartoffeln bestimmt. Als Rolf-Dieter Knüppel an Borreliose erkrankte und schwere Gartenarbeit nicht mehr leisten konnte, säte er den Großteil der Fläche ein. Nur ein kleiner, direkt hinter dem Haus liegender Teich blieb – und der gab schließlich den Anstoß dafür, den Garten doch noch einmal zu verändern: „Es sollte ein naturnaher Wassergarten zum Entspannen und Erholen für Mensch und Tier werden“, beschlossen Monika und Rolf-Dieter Knüppel und begannen damit, den rund 1100 Quadratmetern ein neues Aussehen zu schenken und ihm den Wohlfühlcharakter zu geben, den sie sich wünschten.

Inzwischen haben sie ihr Ziel erreicht. Ein rund 20 Meter langer, natürlich wirkender Bachlauf entstand mithilfe eines Fachmanns. Er strukturiert den leicht abfallenden Garten auf lebendige Weise – Spatzen und Amseln lieben es, darin ein Wasserbad zu nehmen. Und dass Familie Knüppel nicht nur Kultur-, sondern auch wilde Pflanzen und Gräser entlang des Baches wachsen lässt, danken Schmetterlinge und Bienen mit ihrem Besuch. Genährt werden Bach und Teich über ein geschlossenes System mit Regenwasser, das Rolf-Dieter Knüppel in großen Behältern sammelt und, wenn nötig, in den Kreislauf einführt. Der Lauf mündet in den Teich, den sie etwas vergrößert haben und in dem Goldfische, Teichmuscheln und Krebsscheren sich ebenso zu Hause fühlen wie Seerosen und andere Wasserpflanzen.

Direkt über dem Teich darf in Stühlen auf einem Holzdeck Platz genommen werden. Ein Laubengang führt zur „Bärenhütte“, in der ebenfalls Wasser plätschert und eine Bank zum Erholen einlädt. „Jeder Sitzplatz bietet einen anderen Blick auf den Garten“, erklärt der 63-jährige Waldecker, dem die Beschäftigung mit dem Garten bei der Bewältigung der schmerzhaften Borreliose immer wieder Ablenkung und Kraft schenkt. Ein Stückchen vom Garten ist für Erdbeeren und Salat reserviert, auch in selbst gebauten Früh- und Hochbeeten wächst Essbares, sogar weißen Spargel bauen Knüppels an.

Den Wohlfühlgarten dürfen am 14. und 15. Juni alle Menschen anschauen, die es interessiert – Monika und Rolf-Die ter Knüppel freuen sich auf viel Besuch. (md)

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