"Zum Schutz von Bürgern und Gästen"

Wegen Corona: Waldeck-Frankenberg verlängert Nutzungsverbot für Zweitwohnungen

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Symbolfoto

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat das Nutzungsverbot von Zweitwohnungen bis einschließlich 3. Mai verlängert. "Zum Schutz der Bürger und der Gäste", teilte der Kreis am Donnerstag mit.

"Dieser Schritt ist notwendig, da wegen der frühlingshaften Temperaturen insbesondere an den Wochenenden und dem Maifeiertag mit einem erhöhten Besuchsaufkommen zu rechnen gewesen wäre", heißt es in der Pressemitteilung.

Aufgrund der touristischen Prägung Waldeck-Frankenbergs gebe es besonders im Raum Willingen und rum um die drei Seen - Edersee, Twistesee und Diemelsee - eine Vielzahl von Zweitwohnsitzen, die vielerorts als Ferienwohnungen genutzt werden – im gesamten Landkreis sind es rund 4000. 

Wegen der anhaltenden Ausbreitung der Corona-Pandemie untersagt der Landkreis auch weiterhin die Nutzung. Er stützt sich bei seiner Verfügung auf den Paragraphen 28 des Infektionsschutzgesetzes, der zum Schutz der Bevölkerung auch Einschränkungen der Grundrechte – beispielsweise auf Freizügigkeit, Unverletzlichkeit der Wohnung und der Versammlungsfreiheit – zilasse. 

Bereits am 2. April hatte der Landkreis eine erste Allgemeinverfügung zur Nutzungs-Untersagung bis einschließlich 19. April erlassen. Die zweite Allgemeinverfügung knüpft nahtlos daran an – und verbietet die Nutzung nun bis einschließlich 3. Mai. Betroffen von der Verfügung sind auch alle Dauercamper. 

„Wir haben uns dazu entschließen müssen, das Nutzungs-Verbot zu verlängern, da die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten sich zwar sehr moderat erhöht, aber tendenziell noch ansteigt“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises, KarlFriedrich Frese. „Gerade jetzt müssen wir daher weiterhin Maßnahmen treffen, damit sich die Situation in Waldeck-Frankenberg dauerhaft stabilisieren kann.“ 

Für die Entscheidung, das Nutzungsverbot zu verlängern, bittet Frese alle Gäste um Verständnis. „Der Schutz der heimischen Bevölkerung und der verantwortungsvolle Umgang mit den vorhandenen Behandlungskapazitäten stehen dabei im Vordergrund.“

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