Nachfrage hat sich in vergangenen Jahren verdreifacht

Mehr Personal für Pflegestützpunkt im Landkreis

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Beraten Angehörige und Pflegebedürftige: Pflegeberater Udo Deigmann (links) und Pflegefachkraft Matthias Engel. Sie machen auch Hausbesuche und künftig auch Beratungen in den Mittelzentren.

Waldeck-Frankenberg. Der Zahl der Beratungen im Pflegestützpunkt Waldeck-Frankenberg in Korbach hat sich in den vergangenen Jahren verdreifacht. Die gemeinsame Einrichtung von Landkreis und AOK wird deshalb jetzt aufgestockt: Statt zwei gibt es künftig drei Vollzeitstellen. Zudem wird es im Rahmen des neuen Konzepts auch Beratungen in Battenberg und Willingen geben.

Ende 2012 wurde der Pflegestützpunkt eröffnet, schon 2013 gab es dann gut 450 Beratungsgespräche rund um die Themen Pflegebedürftigkeit, Behinderung und Demenz. 2015 wurde die 1000er Marke geknackt und um vergangenen Jahr gab es 1500 Beratungen. „Die Zahlen steigen stetig, das zeichnet sich auch dieses Jahr ab“, sagt Pflegefachkraft Matthias Engel. Er und sein Kollege Udo Deigmann sind die beiden Ansprechpartner im Pflegestützpunkt. Doch nicht nur die Anzahl der Beratungen steige, sondern auch die Intensität. Aufgrund gesetzlicher Veränderungen dauerten Gespräche immer länger.

Weil die Nachfrage wegen der demografischen Entwicklung auch künftig steigen wird, ist bereits eine weitere halbe Stelle geschaffen worden, die der Landkreis finanziert. Eine weitere halbe Stelle, die der zweite Träger AOK zahlt, wird Anfang des Jahres 2019 dazu kommen.

Eine weitere Niederlassung des Pflegestützpunktes wird es nicht gebeten, sagt Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. „Wir halten an einem Ort fest.“ Dafür wird es künftig regelmäßig Sprechstunden in Bad Wildungen, Bad Arolsen und Frankenberg geben. Zunächst einmal gibt es aber Sprechtage in Battenberg und Willingen.

Der weitere Ausbau der Stützpunkte sei Ziel des hessischen Sozialministeriums, heißt es aus Wiesbaden. In mehreren Landkreisen sei der Errichtung weiterer Einrichtungen bereits zugestimmt worden.

Neutrale Anlaufstelle

Die hessische Landesregierung hatte im Dezember 2008 die Einrichtung von Pflegestützpunkten in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt verfügt. Das Ziel: Angehörigen und auch Pflegebedürftigen selbst eine Anlaufstelle für eine kostenlose und neutrale Beratung bieten. 2017 sei das Vorhaben in allen 26 Landkreisen und kreisfreien Städten abgeschlossen worden, teilt das Sozialministerium mit.

Die Kosten teilen sich die Gebietskörperschaften und die Pflegekassen paritätisch. In Waldeck-Frankenberg sind dies der Landkreis selbst und die Krankenkasse AOK.

Der Pflegestützpunkt des Kreises hat seinen Sitz in Korbach, Am Kniep 50, im Gesundheitsamt. Dort gibt es eine trägerunabhängige, flächendeckende und fachlich fundierte Beratung zu den Themen Pflege und Versorgung.

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