Waldeck-Frankenberg

Weniger Arbeitslose, mehr Stellen

- Waldeck-Frankenberg (den). Die Arbeitslosigkeit im Landkreis ist erneut gesunken. Im Juni 2010 waren 4777 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 228 weniger als im Mai 2010 und sogar 1093 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosigkeit ist nach den Angaben der Agentur für Arbeit auf ein neues Zehn-Jahres-Tief gefallen. Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Stellen. In Feierlaune zeigte sich Christine Eden, Chefin der Korbacher Agentur für Arbeit, trotzdem nicht. Denn erstens seien eben immer noch 4777 Menschen im Landkreis ohne Job. Und zweitens seien die Auswirkungen der weltweiten Krise nicht richtig abschätzbar. Beispielsweise 
kämpften die südlichen Länder 
des Euroraumes momentan mit der Stabilität ihrer Wirtschaft. Weil viele Betriebe im Landkreis exportabhängig sind, haben weltweite Veränderungen auch Auswirkungen auf die Wirtschaft vor Ort. Die Agenturchefin untermauert die guten Zahlen in Waldeck-
Frankenberg mit weiteren Daten: 
Seit Anfang des Jahres wurden der Agentur 2553 Stellen gemeldet. Im Krisenjahr 2009 waren es hingegen nur 1638. Sogar im wirtschaftlich nicht angeschlagenen 2008 lag die Zahl niedriger als heute. Eine weitere Kennziffer war Christine Eden bei der Präsentation der Arbeitsmarktzahlen wichtig: die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Sie hat sich im vergangenen Quartal um 2,6 Prozent oder 1359 Personen auf 54 231 erhöht. Im landesweiten Vergleich liegt der Landkreis damit ganz weit vorn, der Schnitt in Hessen liegt bei einer Steigerung von 1,5 Prozent. Agentur und Kommune Von der positiven Entwicklung profitieren auch die Empfänger von Arbeitslosengeld II: Von den 4777 Arbeitslosen stammen zwar 3062 aus dem sogenannten „Rechtskreis SGB II“, ihre Zahl hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent verringert. „Hier wirkt sich die gute gemeinsame Arbeit von Agentur und Kommune aus“, ist Christine Eden überzeugt. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Donnerstag, 1. Juli 2010.

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