Jobcenter Waldeck-Frankenberg zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz

Weniger Hartz-IV-Empfänger

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Waldeck-Frankenberg - Auch Langzeitarbeitslose im Landkreis profitieren von der guten wirtschaftlichen Lage: Mehr Hartz-IV-Empfänger haben im vergangenen Jahr einen Job gefunden.

Sowohl im landes- wie auch im bundesweiten Vergleich lassen sich die aktuellen Bilanzzahlen des Jobcenters sehen: Gegenüber 2010 hat die Behörde 13,3 Prozent Arbeitslosengeld II und Sozialgeld weniger ausgezahlt, die Zahl der Leistungsbezieher ging um 5,9 Prozent zurück und 25,8 Prozent aller Langzeitarbeitslosen wurden wieder in den Arbeitsmarkt integriert. Damit hat Waldeck-Frankenberg bessere Werte aufzuweisen als Land und Bund (siehe Grafik). „Unsere Ziele wurden in 2011 ebenso wie in den Vorjahren deutlich übertroffen“, sagte Jobcenter-Geschäftsführer Reinhold Lohmar gestern in einem Pressegespräch.

Der Zugang von Hilfsbedürftigen lag deutlich unter dem Abgang: Zwischen September 2010 und Oktober 2011 sind 3370 Menschen neu in die Obhut des Jobcenters gerutscht, gleichzeitig haben 4233 Menschen das soziale Netz des Sozialgesetzbuches (SGB) II wieder verlassen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 17,8 Millionen Euro für die Grundsicherung geflossen. 2010 waren es noch 20,5 Millionen Euro. Leistungen für Unterkunft und Heizung hat das Jobcenter zusätzlich in Höhe von 14,1 Millionen Euro gezahlt, das sind 670 000 Euro weniger als 2010. Fast jeder dritte Leistungsbezieher ist Aufstocker: Bei ihnen reicht das Gehalt nicht für den Lebensunterhalt aus, das Jobcenter zahlt hinzu.

Der Grund für die guten Zahlen ist in der wirtschaftlichen Entwicklung zu finden. Lohmar rechnet auch in Zukunft mit einem Rückgang der Hilfebedürftigkeit. Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit in Korbach, führt aber auch die gute Zusammenarbeit von Landkreis und seinem Haus ins Feld: „Diese enge Kooperation zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, um zukünftigen Herausforderungen am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft bestmöglich zu begegnen.“ Denn oftmals müssten bei den Betroffenen zuerst Probleme im persönlichen Umfeld gelöst werden – etwa die Frage nach einer Wohnung oder der Betreuung von Kindern – bevor sie in einen Job vermittelt werden könnten.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 24. Februar

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