Neues System wird auch in Waldeck-Frankenberg immer mehr eingesetzt 

Kontaktloses Bezahlen: Wenn das Handy zur Geldbörse wird

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Kontaktloses Bezahlen: Vorstandsmitglied Jürgen Trumpp (links) und Kartenbeauftragter Daniel Kaufhold probieren es am Terminal im Sparkassenbistro „S-presso“ aus.  

Waldeck-Frankenberg. Handy statt Portemonnaie: Die Sparkasse Waldeck-Frankenberg bietet ihren Kunden seit 30. Juli das bargeld- und kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone an. 

Wie das genau funktioniert, in welchen Geschäften man damit einkaufen kann und wie sicher die digitale Geldbörse ist, erläutern im WLZ-Interview Jürgen Trumpp, stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und der Kartenbeauftragte des kommunalen Geldinstituts, Daniel Kaufhold.

Wie funktioniert „Mobiles Bezahlen“?

Jürgen Trumpp: Seit dem 30. Juli können Kunden der Sparkasse Waldeck-Frankenberg ihre Einkäufe im Einzelhandel einfach und sicher mit dem Smartphone bezahlen. Die neue App „Mobiles Bezahlen“ verwandelt NFC-fähige Android-Smartphones in eine digitale Geldbörse. Der Service funktioniert ab sofort überall dort, wo schon jetzt kontaktlose Kartenzahlungen möglich sind – und das weltweit. Egal ob bar, mit Karte, online oder mobil – sowohl Händler, als auch Kunden können je nach Situation und Präferenz entscheiden, welche Zahlungsart für sie die Beste ist.

Welche Voraussetzungen gelten, damit ich die App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkasse nutzen kann?

Daniel Kaufhold: Der Kunde benötigt einen Onlinebanking-Vertrag bei der Sparkasse, muss volljährig sein sowie eine Sparkassencard und/oder Mastercard besitzen. Auf dem Smartphone muss ein Android-Betriebssystem ab Version 5.0 installiert sein. Das Handy benötigt außerdem die NFC-Funktion, die auf dem Smartphone auch freigeschaltet sein muss. NFC steht für Near Field Communication. Das bedeutet, die Daten werden nur übertragen, wenn der Abstand zwischen Handy und Terminal nicht mehr als vier Zentimeter beträgt.

Ein unbeabsichtigter Zahlungsvorgang „im Vorübergehen“ ist somit ausgeschlossen?

Jürgen Trumpp: Genau. Außerdem kann der Kunde zwischen drei individuell einstellbaren Sicherheitsstufen wählen.

Wie sicher ist die Datenübertragung?

Trumpp: Die Sparkassen-App „Mobiles Bezahlen“ ist einfach zu bedienen und erfüllt gleichzeitig die hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft für Kartenzahlungen hinsichtlich Datenschutz, Transaktionssicherheit und Missbrauchsschutz in vollem Umfang. Ein separates Konto oder eine separate Karte sind nicht erforderlich. Jede Smartphone-Zahlung wird, wie eine herkömmliche Kartenzahlung, vom Konto des Kunden abgebucht. Und selbstverständlich verbleiben sämtliche Daten zu jeder Zeit bei der Sparkasse und werden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft.

Auf welche Weise wird der mobile Bezahlvorgang gegen Hackerangriffe geschützt?

Trumpp: Ein Hackerangriff von außen ist nicht möglich, da eine spezielle Verschlüsselung bei den Transaktionen mit dem Handy erfolgt.

Weitere Fragen und Antworten gibt es in der Printausgabe der WLZ am Montag, 6. August

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