E-Bikes in Waldeck-Frankenberg nicht vermehrt gestohlen

Wertvollere Fahrräder öfter Ziel von Dieben - all zu oft begehen Besitzer einfachen Fehler

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Auf Nummer sicher: Bei den meisten Diebstählen ist das Fahrrad nicht ordentlich gesichert.

Waldeck-Frankenberg. Wie sich die Entwicklung von Fahrraddiebstählen in Waldeck-Frankenberg entwickelt, ist eine schwierige Frage. Wie sie sich vermeiden lassen aber nicht.

Fahrraddiebe machen immer wertvollere Beute, doch dass sie öfter zuschlagen, lässt sich aus den Fallzahlen der vergangenen Jahre nicht ableiten: Das erklärt die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg auf Anfrage unserer Zeitung. 

Dabei seien Diebstähle von E-Bikes im Landkreis Waldeck-Frankenberg eher die Ausnahme, so Kriminalhauptkommissar Dirk Richter: Fast ausschließlich handele es sich um Diebstähle aus Geschäften, nicht von der Straße. 

Für das Jahr 2018 könnten noch keine verwertbaren Zahlen genannt werden – auch für die Jahre zuvor lässt sich kein klarer Trend erkennen: 2014 gab es zwar einen großen Anstieg von 75 auf 175 Fälle, 2015 blieb das Niveau mit 162 Diebstählen hoch. Doch 2016 waren es dann nur noch 102, ein Jahr später 114 Fälle. Der Anstieg von 2014 und 2015 liege an einem damals in Korbach aktiven Seriendieb und Vorfällen beim Willinger Bike-Festival. 

Die Polizei hat Tipps gegen Fahrraddiebstähle

Bei mehr als der Hälfte der Diebstähle in den vergangenen Jahren war das Fahrrad nicht gesichert. Die Polizei empfiehlt stabile Bügel-schlösser und Panzerkabel. Beim Kauf sollte auf „geprüfte Qualität“ und hochwertiges Material, durchgehärteten Spezialstahl sowie massive Schließsysteme geachtet werden. „Schließen Sie den Rahmen und beide Räder stets an fest verankerte Gegenstände wie Laternenpfähle oder Fahrradständer an, um den Verlust durch einfaches Wegtragen zu verhindern“, rät Richter. 

Häufig werden auch Diebstähle aus Kellern, Garagen oder Gartenhütten angezeigt. Nicht selten stellten die Besitzer ihre Räder ohne Schloss in extra ausgewiesenen Fahrradkellern, hinter Lattenverschlägen oder in Hütten ab, die ebenfalls nur dürftig mit einem Vorhängeschloss gesichert gewesen seinen. Hier empfehle es sich ebenfalls, auf ein geeignetes Schloss und eine zusätzliche Sicherung des Fahrrads zu achten. 

Hat das Fahrrad keine Rahmennummer, sollte ein Fachmann eine individuelle Kennzeichnung anbringen. Die Polizei empfiehlt eine Fahrradcodierung mit Kraftfahrzeugkennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen. Diese Codierung lässt sich von Fundämtern und Polizeidienststellen leicht entschlüsseln. Die individuellen Daten sollten in einem Fahrradpass notiert werden. Diesen könne ein Fachhändler schon beim Kauf ausstellen. Auch Fotos des Fahrrades helfen beim Wiederfinden, wenn es den Besitzer unfreiwillig gewechselt hat. 

Weitere Informationen zum Schutz vor Fahrraddiebstählen gibt es im Internet unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de. Dort steht auch die so genannte „Fahrradpass-App“ zum Herunterladen bereit, in der wichtige Daten gespeichert werden können, die beim Diebstahl für die Fahndung gebraucht werden.

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