An Corona-Regeln gewöhnt

Wetter beschert Freibädern in Waldeck-Frankenberg schwache Saison

Im Freibad die Sonne zu genießen, wie hier kurz nach Saisonbeginn in Korbach, war im Vergleich zu den vergangenen Jahren seltener möglich.
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Im Freibad die Sonne zu genießen, wie hier kurz nach Saisonbeginn in Korbach, war im Vergleich zu den vergangenen Jahren seltener möglich.

Corona haben die Freibäder in Waldeck-Frankenberg im Griff. Am Wetter ließ sich nichts machen.

  • Die Freibäder in Waldeck-Frankenberg verzeichnen überwiegend eine schwächere Saison.
  • Regen und Kälte hielten viele Gäste vom Freibadbesuch ab.
  • Dass Kinder und Jugendliche in den Ferien freien Eintritt hatten, kam gut an – doch auch hier war das Wetter nicht hilfreich.

Waldeck-Frankenberg – Nach und nach schließen die Freibäder in Waldeck-Frankenberg. Der regnerische Sommer hat ihnen einen deutlichen Besucherrückgang beschert: „Das war die schlechteste Saison der letzten fünf Jahre“, sagt etwa der Korbacher Bäder-Chef Wolfgang Wilhelm: Knapp 10 900 Gäste zwischen 19. Juni und 5. September bedeuten einen Rückgang um ein gutes Drittel im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Andere Bäder zeigen ähnliche Tendenzen.

„Wir haben fünf Sommertage im Juni gehabt“, erläutert Wolfgang Wilhelm. Es folgten ein kalter Juli und ein August, der nicht nur kühl, sondern noch dazu nass war. Gesundheitsschwimmer zögen auch unter solchen Bedingungen ihre Bahnen. Aber wenn noch nicht mal die Wiese warm werde, kämen weniger Gäste zum Spaß.

Das Ederberglandbad in Frankenberg verzeichnet mehr Besucher als im Vorjahr – allerdings mit deutlich früherem Saisonstart, nachdem 2020 viele Vorbereitungen anstanden: „Vom 18. Juni bis 12. September hatten wir insgesamt 14 287 Besucher“, erklärt Badebetriebsleiter Manuel Emde – vom 13. Juli bis 18. September 2020 waren es noch knapp 12 000 Gäste.

Vor den Ferien hatte der Landkreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden entschieden, im Zusammenhang mit der Pandemie ausgesprochene Bußgelder dafür einzusetzen, Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien kostenfreien Eintritt in die Freibäder zu ermöglichen. Landrat Dr. Reinhard Kubat zieht Bilanz: „Aufgrund der uns vorliegenden positiven Rückmeldungen ist das Angebot gut angenommen worden – zumal viele Familien in diesem Jahr ihren Urlaub pandemiebedingt zu Hause verbracht haben.“ Kinder und Jugendliche hätten besonders unter den Einschränkungen der Pandemie gelitten, es habe an Freizeitmöglichkeiten gemangelt – die Aktion sollte ihnen etwas zurückgeben.

Freibad-Gäste in Waldeck-Frankenberg gewöhnen sich an Corona-Regeln

Auch im zweiten Jahr mussten Badbetreiber und Besucher sich mit Corona-Regeln arrangieren. Das habe in der Praxis ohne nennenswerte Probleme funktioniert: „Die Gäste haben Rücksicht genommen, die Regeln sind ihnen in Fleisch und Blut übergegangen“, befindet Wolfgang Wilhelm. Und auch Manuel Emde kann sagen: „Die Badegäste haben sich gut an die Corona-Regeln gehalten, aber sie kannten es ja bereits aus dem vergangenen Jahr.“ (wf)

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