Willinger Dirk Haide erlebte als Zuschauer beim Fußball-Länderspiel die Terroranschläge in Paris

„Plötzlich ist man mittendrin“

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Da war die (Fußball-)Welt noch in Ordnung. Der Willinger Dirk Haide vor dem Anpfiff des Fußball-Länderspiels im Stade de France in Paris. (Foto: pr)

Willingen/Paris. Er hatte bei einem Gewinnspiel das große Los gezogen. Dirk Haide saß am Freitag mit einem Vip-Ticket unter den 80 000 Zuschauern im Stade de France.

Damit wurde der Willinger Augenzeuge, als ein fröhliches Fußballfest zu einer großen Tragödie wurde. Im WLZ-Interview von Manfred Niemeier schildert Haide auch den Moment, als er selbst richtig Angst hatte.

Wann war Ihnen klar, dass es kein normales Spiel, geschweige denn ein fröhliches Fußballfest mehr war?

Dirk Haide: Nach den beiden ersten Detonationen habe ich mir schon Gedanken gemacht. Die waren sehr laut, und es hat stark vibriert. In der Halbzeitpause konnten wir nicht in den Vip-Bereich, da war schon alles abgesperrt. Dann war ja auch die dritte Detonation. Kurz danach funktionierte das Handynetz wieder, und es sickerten erste Informationen durch, dass es einen Anschlag gegeben hat.

Was haben Sie nach dem Schlusspfiff gemacht?

Dirk Haide: Wir konnten dann wieder in den Vip-Bereich, da war unser Treffpunkt. Die Stimmung war natürlich im Keller. Die Zahl der Toten erhöhte sich ständig, und es wurde uns das ganze Ausmaß der Tragödie bewusst. Jeder war in sich gekehrt und hat den Kontakt zu seinen Familien gesucht.

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