Entwurf für Vorrangflächen stößt auf Kritik

Windkraft: Kommunen erwägen Klage gegen Teilregionalplan

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Der Regionalplan macht es möglich: Auch in Waldeck-Frankenberg sollen künftig neue Windräder gebaut werden.

Waldeck-Frankenberg. Vor allem in Willingen und Diemelsee ist die Enttäuschung groß: Die Kommunen haben darauf gesetzt, dass der neue Teilregionalplan Energie weniger Flächen für Windenergie vorsieht als zuvor. Doch der am Montag im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung beschlossene Entwurf bringt kaum Änderungen.

 „Für Waldeck-Frankenberg hätte ich mir mehr erwartet, sagt der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker, der die Sitzung des Ausschusses verfolgt hat. In seiner Gemeinde würden 4,5 Prozent der Fläche als Vorranggebiet ausgewiesen. 

„Die Belastungen bleiben – mit allen Konsequenzen“ für Mensch und Natur: die zunehmende Zersiedelung der Landschaft, die weitere Umzingelung von Dörfern wie Vasbeck, die Blinklichter der Windräder, und die neuen Räder auf dem „Hohen Rade“ würden weithin sichtbar sein. 

Der Tourismus sei nicht als Kriterium anerkannt worden, auch die Planungen im benachbarten Westfalen seien nicht berücksichtigt worden. Durch Parlamentsbeschlüsse, Resolutionen, Stellungnahmen oder die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen habe sich Diemelsee gegen die Ausweisung neuer Flächen gewehrt.

 „Wir haben alles versucht“, betont Becker. So bleibt für ihn nur noch ein Weg: „Wir werden mit Willingen und Korbach klagen.“

Was andere Bürgermeister und Vertreter der Bürgerinitiativen zum Windkraft-Plan sagen, lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 31. August 2016.

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