Winterdienst im Dauereinsatz

Heftige Schneefälle in Waldeck-Frankenberg: Das Chaos bleibt aus

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Lastwagen bleiben auf der Helmscheider Höhe zwischen Korbach und Flechtdorf hängen.

Waldeck-Frankenberg. Starker Schneefall hat zwar am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag für Straßenglätte gesorgt, größere Unfälle oder Behinderungen blieben aber aus. Die Bundesstraße 253 zwischen Eifa und Biedenkopf war in Höhe der Sackpfeife ab dem Abend wegen liegen gebliebener Lastwagen für den Schwerlastverkehr voll gesperrt.

Waldeck-Frankenberg. Lastwagen bewegten sich im Schritttempo fort oder blieben gar stehen. Wegen Schnee und Eis kamen sie am Freitagmorgen auch in Waldeck-Frankenberg an einigen Stellen nur schwer durch. Zwar waren wegen des heftigen Wintereinbruchs auch in unserem Landkreis Räumfahrzeuge der Straßenmeistereien und Bauhöfe rund um die Uhr im Einsatz – doch vor allem die die starken Windböen machten den Mitarbeitern zu schaffen. „Die Straßen wurden freigeräumt. Wegen der Schneeverwehungen waren die Spuren aber schnell wieder voller Schnee“, berichtete der Willinger Bauhofleiter Jürgen Querl. Im Upland kenne man nicht mit solchen Wetterlagen gut aus. „Alles hat gut funktioniert. Ab 3 Uhr morgens waren die Räumfahrzeuge im Einsatz.“ Generell sei auf den Straßen gar nicht so viel los gewesen. „Die Leute blieben bei diesem Wetter lieber zu Hause, wenn sie es konnten“, so Querl. 

MEHRERE TONNEN STREUSALZ 

Beim Bauhof in Korbach waren die Mitarbeiter auch rechtzeitig auf den Beinen. Straßen, Gehwege, wichtige Verkehrsknotenpunkte und Parkplätze wurden seit dem frühen Freitagmorgen geräumt. Rund 75 Tonnen Salz mit Lauge wurden eingesetzt. „Da wir den Schnee nicht mitnehmen können, muss dieser an die Straßenränder geschoben werden. Das gefiel nicht jedem Bürger, der zuvor schon den Gehweg oder Bordstein frei geräumt hatte“, berichtet der Korbacher Bauhofleiter Friedhelm Schmidt. „Es geht nicht anders. Wenn wir nicht räumen, wird der Schnee fest gefahren. Wenn es dann weiter schneit und friert, geht auf den Straßen gar nichts mehr.“ Damit die Streufahrzeuge gut durchkommen, bittet Schmidt die Bürger darum, Autos – wenn möglich – nicht am Straßenrand abzustellen. „Der Schnee sollte auch nicht auf die Straße geschmissen werden. Von dort kommt er von uns nur wieder zurück“, sagt er. 

KEINE SCHLIMMEN UNFÄLLE

Trotz des heftigen Wintereinbruchs kam es laut Polizei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und im Laufe des Freitages zu keinen schlimmen Unfällen oder größeren Behinderungen auf den Straßen in Waldeck-Frankenberg. „Für diese Wetterlage war es entspannt“, sagte Polizeisprecher Volker König. Er wies jedoch darauf hin, dass die Bundesstraße zwischen Eifa und Biedenkopf in Höhe Sackpfeife wegen liegen gebliebener Lkw für den Schwerlastverkehr voll gesperrt wurde. Unfälle, wegen Schneeglätte oder schlechter Sicht, zählte König bis Freitagmittag sieben. Zwei Glätteunfälle ereigneten sich am Donnerstagabend bei Waldeck-Sachsenhausen und in Allendorf-Rennertehausen. Am Freitag kam es in Korbach, Waldeck-Höringhausen und im Orke-Tal ebenfalls zu Unfällen wegen Schneeglätte, die aber allesamt nur Blechschäden zur Folge hatten. In Bad Wildungen rutschte eine Sattelzugmaschine auf einen Fahrbahnteiler und gegen ein Hinweisschild. Ebenfalls in Bad Wildungen prallte ein Streufahrzeugs beim Räumeinsatz gegen einen Mercedes. Verletzt wurde aber niemand. Der Willinger Bauhofleiter Jürgen Querl berichtete derweil, dass in Bömighausen wegen des Sturms zwei Bäume auf einen Lkw einer dort ansässigen Firma gefallen seien. 

AUSFÄLLE IM BUSVERKEHR 

Der Wintereinbruch sorgte auch dafür, dass es im Bus- und Bahnverkehr zu Verspätungen und Ausfällen kam. Laut Sabine Herms vom Nordhessischen Verkehrsverbund waren auch Linien in Waldeck-Frankenberg betroffen. Gleiches galt für den Schulbusverkehr, der im Landkreis von der EWF organisiert wird. „Auch die von Schülern genutzten Buslinien waren von Verspätungen und Ausfällen betroffen. Ursache waren der Schneefall sowie nicht geräumte und zum Teil gesperrte Straßen. Auf allen Strecken steht die Sicherheit der Fahrgäste und Busfahrer immer an erster Stelle“, sagte EWF-Sprecher Axel Voigt.

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