FDP fordert: „Digitalpakt schneller umsetzen“

WLAN jetzt an allen Schulen in Waldeck-Frankenberg

Tablets in Schulen: Lob und Kritik gab es im Kreistag mit Blick auf die organisatorische Umsetzung des Digitalpaktes in Waldeck-Frankenberg.
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Tablets in Schulen: Lob und Kritik gab es im Kreistag mit Blick auf die organisatorische Umsetzung des Digitalpaktes in Waldeck-Frankenberg.

Bis Mitte dieses Monats werden voraussichtlich alle Schulen in Waldeck-Frankenberg mit WLAN ausgestattet sein. Das berichtete Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD) bei der Kreistagssitzung am Donnerstag in der Stadthalle Mengeringhausen. Vorausgegangen war eine Anfrage des FDP-Kreistagsabgeordneten Bastian Belz.

Mengeringhausen - Kubat wies darauf hin, dass dem Kreis rund 10,47 Millionen Euro aus dem Digitalpakt zur Verfügung stehen. Davon würden 7,85 Millionen Euro als Zuschuss und 2,62 Millionen Euro als Darlehen gewährt. Ein erster Antrag für Mittel aus dem Pakt sei im Oktober 2020 für den WLAN-Ausbau an allen Schulen in Höhe von 2,42 Millionen Euro gestellt worden. Das Geld sei daraufhin bereitgestellt worden, so dass der Kreis am 23. September 2021 rund 2,3 Millionen für den WLAN-Ausbau habe abrufen können. Ein zweiter Antrag soll Mitte November für die Ausstattung der Schulen mit Präsentationstechnik gestellt werden. „Damit werden die verfügbaren Mittel des Digitalpaktes komplett ausgeschöpft“, sagte der Landrat.

Für die FDP geht die Umsetzung des Digitalpaktes im Kreis allerdings nicht schnell genug. Fraktionsvorsitzender Jochen Rube stellte forderte in einem Antrag, dass es aus einem runden Tisch heraus beim Landkreis künftig einen festen Ansprechpartner für die heimischen Schulen geben müsse, der für alle Fragen zum Digitalpakt bereitstehe. Mit Blick auf die Digitalisierung an den Schulen müssten die Kräfte gebündelt werden. „In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Zusammenspiel der für die Schulen zuständigen Fachdienste nicht immer optimal funktioniert hat. Das Miteinander sieht hier manchmal ein wenig unabgestimmt aus“, sagte Rube, der aber auch betonte, dass die Arbeit der jeweiligen Fachdienste im Kern trotzdem einen „sehr guten Ruf“ genieße. „Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde“, sagte der FDP-Fraktionschef.

Die Linken gingen noch einen Schritt weiter. Sie forderten den Landkreis dazu auf, eine Koordinationsstelle für technische Schulausstattung und Digitalisierung auf Basis eines Eigenbetriebs zu schaffen, die zum einen verantwortlich ist für Kommunikation mit den Schulleitungen und Dienstleistern und zum anderen auch die Beschaffung der Technik organisiert.

Der Kreisausschuss hatte die beiden Anträge in den Beratungen bereits als nicht notwendig erachtet und einen entsprechenden Beschlussvorschlag verfasst. Dieser wurde dann im Kreistag mit den Stimmen von CDU, SPD und AfD angenommen.

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