Fast 900 rollende Ferienhäuser sind in Waldeck-Frankenberg zugelassen

Wohnmobile sind so beliebt wie nie zuvor

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Vor ihrem Wohnmobil, einem etwa sechs Jahre alten Knaus VAN TI: Jürgen und Wilma Umbach mit Hundedame Libby, die auch immer mit auf Reisen genommen wird.

Waldeck-Frankenberg. Wie es sich anfühlt, im Wohnmobil durch die Welt zu reisen, wollen auch immer mehr Menschen in Waldeck-Frankenberg erleben. Das geht aus Zahlen hervor, die das Kraftfahrtbundesamt veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der zugelassenen Wohnmobile in den zurückliegenden Jahren im Kreis deutlich angestiegen.

Gab es 2009 in Waldeck-Frankenberg erst 672 zugelassene Wohnmobile, waren es am 1. Januar 2017 schon 887 – ein Anstieg, der auch auf heimischen Wohnmobilstellplätzen erkennbar ist. „Wir hatten 2015 rund 23 000 Übernachtungsgäste. 2016 waren es 28 000“, sagt Sigrid Stümpel vom Reisemobilhafen Twistesee in Bad Arolsen-Wetterburg.

Die steigende Nachfrage nach Stellplätzen führe auch dazu, dass der Reisemobilhafen ab diesem Jahr von 130 auf 152 Plätze anwächst. 80 Prozent der Gäste am Twistesee seien Besitzer eines eigenen Wohnmobils. „Wir reden von Menschen, die meist über 50 oder 60 Jahre alt sind. In den Ferien sind dann auch Jüngere bei uns, die sich allerdings oft ein Wohnmobil gemietet haben“, sagt Sigrid Stümpel.

Hermann Müller vom Wohnmobilstellplatz „Hobbywiese“ in Meineringhausen spricht gar von einem kleinen „Wohnmobil-Boom“. Auch er bestätigt, dass es meist Menschen zwischen 50 und 60 Jahren sind, die sich ein eigenes Wohnmobil leisten können. „Da ist das Haus oft abbezahlt“, sagt er. „Und weil die Kinder aus dem Haus sind, haben die Besitzer – die irgendwann auch in Rente gehen – Zeit, um mit dem Wohnmobil durch die Gegend zu fahren.“

Aus diesem Grund haben sich auch Wilma und Jürgen Umbach aus Meineringhausen ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft. Für sie spielt der Begriff „Freiheit“ eine wichtige Rolle. „Wir fahren los, wann es uns passt. Wir sind stets mobil und können immer weiterfahren, wenn es uns irgendwo nicht mehr gefällt“, so Jürgen Umbach. 

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