Landratswahl: Fragen an die Kandidaten

Wie wollen Sie den Tourismus stärken ?

Waldeck-Frankenberg - Am kommenden Sonntag, 5. Juli, ist Landratswahl. Gegenüber stehen sich Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat (SPD) und Herausforderer Karl-Friedrich Frese (CDU), Bürgermeister in Bromskirchen. Beiden stellen wir Fragen zu Schwerpunktthemen im Landkreis – heute zum Tourismus.

Reinhard Kubat:

Die Stärkung des Tourismus wird im Wesentlichen auf drei Säulen ruhen: Wir müssen bewährte Angebote stärken und ausbauen, wir müssen neue Angebote schaffen, um eine größere Klientel zu erreichen, und wir müssen noch intensiver als bisher auf unsere Alleinstellungsmerkmale setzen. Wir haben bereits in der Vergangenheit gezielt bewährte Angebote gestärkt, etwa den Weltcuport Willingen (Kampfrichterturm) oder das neue Strandbad am Twistesee. Wichtig ist es, hier mit konkurrierenden Regionen, wie etwa dem Sauerland, dauerhaft bestehen zu können. Ausbaufähig sind bei uns die Bereiche Wandern und Radwandern, die immer stärker nachgefragt werden und wo wir uns bereits mit einigen attraktiven Angeboten gut positioniert haben. Alleinstellungsmerkmale, wie etwa den Nationalpark, müssen wir noch stärker in unser Marketing einbinden. Wir haben uns mittlerweile um die Aufnahme in das Programm „Fahrtziel Natur“ beworben, in dem bislang 22 ausgewählte Naturjuwele aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammengefasst sind. Auch die Wiederinbetriebnahme der Bahnverbindung Korbach – Frankenberg, die uns an die Ballungszentren Rhein- Main und Rhein-Ruhr anschließt, wird dem Nationalpark neue Besucher zuführen. Für den Tagestourismus erwarte ich dadurch ebenso einen spürbaren Aufschwung.

Karl-Friedrich Frese:

Die beste Tourismusarbeit ist, wenn die Gäste wiederkommen. Grundsätzlich ist der Tourismus in Waldeck-Frankenberg gut aufgestellt, sonst wären wir nicht die Tourismusregion Nr. 1 in Hessen. Das heißt aber nicht, dass wir im Landkreis nicht besser werden können. Ich möchte im Dialog mit den privaten Anbietern, den örtlichen touristischen Organisationen, den Städten und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg und der Kreistourismusgesellschaft innerhalb eines Jahres ein Konzept entwickeln, das klare Zuständigkeiten und Aufgabenzuordnungen aufzeigt und dann von allen Beteiligten gemeinsam umgesetzt wird. Dabei wird es Aufgabe der Kreisorganisation sein, für das Marketing zu sorgen, neue Märkte zu erschließen und für eine gute Kommunikation zu sorgen, vor allem im Internet und in den Social Media. Neben den beiden Badestädten Bad Wildungen und Bad Arolsen und der Tourismushochburg Willingen (Upland) sind unsere drei Seen die Perlen im Tourismus Waldeck-Frankenbergs – Edersee, Diemelsee und Twistesee.Ich werde die Gründung der zur Debatte stehenden Interessengemeinschaft Eder-/Diemelsee kraftvoll unterstützen, damit die heimischen Interessen an der Bewirtschaftung der Seen kraftvoll vertreten werden können im Dialog mit den Beteiligten an der Oberweser. (jk)

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