Waldeck-Frankenberg

Wonnemonat für den Arbeitsmarkt

- Waldeck-Frankenberg (nv). Der Aufschwung am heimischen Arbeitsmarkt setzt sich im Mai fort. Die Arbeitsagentur Korbach zählt 4129 Arbeitslose und damit 198 weniger als im April. Die Herausforderung, die steigende Zahl offener Stellen mit Fachkräften zu besetzen, bleibt jedoch.

„Korbach folgt dem Hessen- und dem Bundestrend“, berichtet Agen­tursprecherin Cornelia Harberg. Deutschlandweit fiel die Zahl der Arbeitslosen im Wonnemonat erstmals nach sieben Monaten wieder unter die Drei-Millionen-Marke und damit auf eine Quote von sieben Prozent (April: 7,3 Prozent). Im Agenturbezirk Korbach markiert die Quote von 4,9 Prozent laut Harberg den niedrigsten Mai-Wert seit 1998. Im April lag sie bei 5,1 Prozent, im Mai 2010 bei 5,9 Prozent. Bei den absoluten Zahlen registrieren die Experten 873 Arbeitslose weniger als im Mai 2010.

„Hessenweit liegen wir damit wie bisher hinter Fulda auf Rang zwei“, betont Cornelia Harberg. Die Osthessen weisen im Mai eine Quote von 3,9 Prozent aus. Besonders hervorzuheben ist die positive Entwicklung in der Geschäftsstelle Korbach (mit Bad Wildungen). Die Quote sank von 5,5 Prozent im April auf fünf Prozent im Mai. Kommen diejenigen hinzu, die in Arbeitsbeschaffungs- und Trainingsprogrammen untergebracht sind, beläuft sich die Zahl der Unterbeschäftigten auf 5813 Waldeck-Frankenberger. Das sind 151 Personen weniger als im April. Die Arbeitsagentur weist diese Zahlen aus, um dem Vorwurf entgegenzuwirken, dass sie die Statistik schöne.

Zurück geht die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen. Im Mai profitieren die von der Arbeitsagentur betreuten Erwerbslosen vom Aufschwung jedoch mehr als die Langzeitarbeitslosen, die das Jobcenter betreut.  Sozialgesetzbuch III: Die Arbeitsagentur zeichnet derzeit für 1487 Arbeitslose verantwortlich. Das sind 121 weniger als im April (minus 7,5 Prozent) und 353 weniger als im Mai 2010 (minus 19,2).

 Sozialgesetzbuch II: Das Jobcenter registriert 2642 arbeitslose Männer und Frauen. Das entspricht einem Minus von 77 Personen im Vergleich zum Vormonat (minus 2,8) und 520 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat (minus 16,4).

Nach Angaben des Jobcenter-Geschäftsführers Reinhold Lohmar gibt es auch im Rechtskreis SGB II hessenweit nur einen Agenturbezirk, der im Mai besser abschneidet als die Korbacher. Lohmar räumt jedoch ein, dass die Zahl der Leistungsempfänger höher liegt. Zu ihnen zählen nicht nur die 2642 Langzeitarbeitslosen, sondern zum Beispiel auch „Aufstocker“, in Trainingsprogrammen untergebrachte Kreisbewohner und Leistungsberechtigte in der Elternzeit. Insgesamt beziehen somit 6229 Waldeck-Frankenberger „Leistungen der Grundsicherung“. Die Gesamtzahl der Leistungsbezieher ist im Vergleich zu 2010 jedoch ebenso gesunken wie die Zahl der vom Jobcenter betreuten Arbeitslosen, und zwar um 765 Personen (minus 10,9).Eine wahre Wonne für die Arbeitsmarktexperten ist, dass alle Personengruppen etwas von der Frühjahrsbelebung haben. Zwei Beispiele: l Arbeitslose zwischen 15 und 25 Jahren: Das Minus im Vergleich zum April beträgt acht Prozent, im Vergleich zum Mai 2010 sogar 25,8 Prozent.  Arbeitslose zwischen 50 und 65 Jahren: minus 2,3 / 7,5. Dieses Ergebnis ist besonders erfreulich, da die älteren Arbeitslosen mit 35,1 Prozent einen Großteil des Arbeitslosenbestands stellen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mitwoch, 1. Juni

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