Woran lässt sich erkennen, ob Kartoffeln reif für die Ernte sind?  

Erdäpfel zum richtigen Zeitpunkt ernten

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Die Frühkartoffel Salome – eine festkochende Knolle mit köstlich cremigen Geschmack. Auch wenn sie gute Lagereigenschaften besitzt – Frühkartoffeln schmecken am besten als Pellkartoffeln frisch nach der Ernte. 

Waldeck-Frankenberg - Woran lässt sich erkennen, ob Kartoffeln reif für die Ernte sind? Ein Experte weiß Rat.  

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln – die Redensart, die seit Ende des 19. Jahrhunderts bezeugt ist und eine etwas unwillige Bemerkung zu ständigen Veränderungen ist, soll auf das Militär zurückgehen. Bei Manövern wurden die Soldaten öfters zur Tarnung in einen Kartoffelacker geschickt – und nach wenigen Minuten wieder daraus vertrieben, um Schäden an Flur und Feldfrüchten zu vermeiden.

Schäden an den Feldfrüchten können auch Gärtner selbst anrichten – wenn sie etwa ihre Kartoffeln zu spät oder zu früh ernten. Dabei gibt es einen Merksatz, der Orientierung bietet: „Wenn sich die Kartoffeln beim Ausgraben leicht ablösen und sich die Schale nicht abreiben lässt, ist sie erntereif. Außerdem sollte das Laub abgestorben sein“, sagt Dieter Levin-Schröder von der Hessischen Gartenakademie in Kassel auf Nachfrage.

„Bei uns in der Region beginnt die Ernte der Frühkartoffeln meist Ende Juni“, weiß er Experte. Mittelfrühe Kartoffeln würden etwa ab Ende August folgen. Meist im September, aber auch bis in den Oktober hinein kann die Ernte später Sorten erfolgen, die dann auch besonders lagerfähig sind. „Wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist, kommt immer auch auf das Wetter an. Ist es trocken und sind die Pflanzen gesund, zeigen also keine Anzeichen der Krautfäule, lagern die Kartoffeln in der Erde meist besser als in den meisten modernen Kellern“, sagt Levin-Schröder. Sei es nass, sollten sie zügig geerntet werden, damit sich die Krautfäule nicht einstelle.

„Auch bei Frühkartoffeln sollte das Grün abgestorben sein, aber die Festigkeit der Schale ist nicht so wichtig: Die ersten Stauden isst man ja frisch zubereitet, und sie werden besonders gern mit Schale verspeist – so sind sie ein Genuss“.

Kartoffeln lagern in Kartoffelhorden oder Lattenkisten am besten in einem dunklen Raum. Ideal ist ein belüfteter Keller bei Temperaturen zwischen vier und acht Grad Celsius. (md)

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