WLZ/FZ-Redewendung vom 21. August 2010

„Wünsche Hals- und Beinbruch“

- (den) Wenn eine Person vor einer 
besonders kniffligen Aufga-be steht, wünschen Freunde und Bekannte ihr oft „Hals- und Beinbruch“.

Der Ausspruch geht auf einen alten Aberglauben zurück: Direkt ausgesprochene Glückwünsche locken demnach die 
bösen Geister an, die die Wünsche ins Gegenteil verkehren. Wer also von vornherein das Gegenteil ausspricht, erzielt die gewünschte Wirkung. Laut Knaurs Wörterbuch ist auch eine Ableitung aus dem Jiddischen möglich: „Hatslokhe u brokhe“ bedeutet übersetzt „Erfolg und Segen“. In der deutschen Sprache finden sich Ableitungen wie „Mast- und Schotbruch“, „Holm- und Rippenbruch“ und „Kopf- und Bauchschuss“, die die Redewendung „auf die Schippe nehmen“. Sie soll zuerst bei den fliegenden Streitkräften im Ersten Weltkrieg aufgekommen sein. Die englische Formel „Break a leg“ soll sich von der deutschen ableiten. Die Herkunft der meisten Redensarten klärt Kurt Krüger-Lorenzen mit dem 860 Seiten starken Werk „Deutsche Redensarten und was dahinter steckt“, Heyne-Verlag, ISBN: 3453188381.

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