Korbacher Agentur für Arbeit zieht Jahresbilanz

Zahl der Arbeitslosen ist 2018 auch in Waldeck-Frankenberg gesunken

+
Die Zahl der Arbeitslosen ist 2018 auch in Waldeck-Frankenberg gesunken, das geht aus der Jahresbilanz der Korbacher Agentur für Arbeit hervor.

Waldeck-Frankenberg – „2018 war für den Arbeitsmarkt im Bezirk der Korbacher Agentur für Arbeit ein Erfolgsjahr sondergleichen.“ Das erklärte der Geschäftsführer „operativ“, Manfred Hamel, am Freitag. Da legte er auch eine Jahresbilanz vor – und die falle „sehr gut“ aus.

Im Durchschnitt seien im Bezirk 6389 Menschen ohne Arbeit gemeldet gewesen – 1200 weniger als noch 2017, sagte Hamel. Das sei ein Minus von 16 Prozent. Grund: die gute Wirtschaftslage: „Es zeigt sich, dass der Boom über alle Wirtschaftszweige geht, besonders im Handwerk und der Industrie.“ 

Die Arbeitslosenquote sei von 4,1 Prozent 2017 auf 3,5 Prozent zurückgegangen, berichtete Hamel. Vor 20 Jahren habe die Quote noch bei 10,1 Prozent gelegen, 1998 bei 8,9 Prozent. Seit 2009 sei es gelungen, die Zahl der Arbeitslosen zu halbieren. 

In Waldeck-Frankenberg sank die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um 382, das entspreche einem Rückgang um 11,2 Prozent gegenüber 2017, sagte Hamel. Durchschnittlich waren 3041 Menschen auf Jobsuche – 2017 waren es 3423. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresmittel 3,5 Prozent, 0,4 Punkte weniger als 2017. 

Alle Gruppen Arbeitstloser profitieren

Von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt hätten 2018 alle Gruppen von Arbeitslosen profitiert sagte Hamel. Für den Bezirk der Korbacher Agentur für Arbeit nannte der Geschäftsführer diese Zahlen: 

  • Bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen gab es voriges Jahr es einen Rückgang um beachtliche 24,3 Prozent gegenüber 2017. 
  • Bei Ausländern wie den Flüchtlingen liegt das Minus bei 18,6 Prozent. 
  • Bei den über 50-Jährigen sind es 15,6 Prozent weniger. 
  • Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren beträgt das Minus 14,6 Prozent.

Überhaupt nicht eingetroffen seien Befürchtungen, Einwanderer landeten oft in der Arbeitslosigkeit, betonte Hamel. Viel mehr bildeten sie ein Potential, um offene Stellen zu besetzen. Besonders die Zeitarbeitsfirmen hätten von ihnen profitiert.

Mehr als 3000 offene Stellen

 Insgesamt 3338 offene Stellen verzeichnete die Agentur im Jahresdurchschnitt. Der durchschnittliche Zuwachs habe bei 17,9 Prozent gelegen,sagte Hamel. Allerdings falle der zunächst noch „sehr hohe Anstieg“ seit drei Monaten schwächer aus. Der Bestand bleibt aber vergleichsweise hoch.

In diesem Jahr gelte es, die freien Stellen optimal zu besetzen, Arbeitslose zu aktivieren und zu qualifizieren sowie Arbeitgeber über Alternativen bei der Stellenbesetzung zu beraten, erklärte Hamel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare