Korbacher Agentur für Arbeit legt Zahlen für Oktober vor 

Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis leicht gesunken

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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Waldeck-Frankenberg leicht gesunken, die Quote geht auf 3,1 Prozent zurück.

Waldeck-Frankenberg – Keine Überraschungen gab es im Oktober auf dem heimischen Arbeitsmarkt: Die Zahl der gemeldeten Arbeistlosen ging leicht zurück, die Quote sank auf auf 3,1 Prozent.

„Nach wie vor signalisieren die aktuellen Statistikwerte für den Bezirk der Agentur für Arbeit Korbach Entspannung“, berichtete der Agenturchef Uwe Kemper am Mittwoch. 

Im Kreis waren 2760 Leute arbeitslos gemeldet, 86 oder drei Prozent weniger als im Vormonat und 91 weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 3,1 Prozent, im Oktober 2018 lag sie noch bei 3,3 Prozent. 

Im gesamten Bezirk mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren 5760 Jobsuchende gemeldet, 77 weniger als im September und 46 weniger als vor einem Jahr. Die Quote verharrt wie im Vormonat und im Vorjahr bei 3,1 Prozent. In Schwalm-Eder stieg die Quote leicht auf ebenfalls 3,1 Prozent 

Rückgang ist saisonüblich

Der Rückgang sei saisonüblich, berichtet Kemper: Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich nach Beendigung ihrer Schulzeit arbeitslos gemeldet, hätten aber mit dem Beginn ihrer Ausbildung oder ihres Studiums „ihre Chancen auf Integration genutzt“. Leichte Rückgänge gebe es auch in der Gruppe der arbeitslosen Frauen, während Ältere über 50 Jahren etwas zulegten. 

Dagegen hat sich der positive Trend beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit auch im Oktober fortgesetzt – gerade beim Jobcenter, das die Grundsicherung auszahlt. Da sei generell ein erfreuliches Minus der Leistungsempfänger festzustellen.

 Bei den von der Agentur betreuten Arbeitslosen sei besonders zum Vorjahr ein Anstieg zu verzeichnen. Sie nutzen Angebote zur Qualifizierung, Fort- oder Weiterbildung. 

„Die saisonübliche Herbstbelebung beschert auch im Oktober einen entspannten Arbeitsmarkt“, bilanziert Kemper zufrieden. Er rechnet aber damit, dass in den Wintermonaten die Arbeitslosenzahlen wieder steigen. – dann fallen im Baugewerbe oder im Gartenbau viele Außenarbeiten weg. 

Erneut weniger offene Stellen

Auch im Oktober haben Unternehmer der Agentur für Arbeit in Korbach weniger offene Stellen gemeldet. Da ist nach Angaben von Agenturchef Uwe Kemper ein Trend auszumachen: Der Rückgang konzentriere sich stark auf Stellen für Ungelernte.

Das heißt: Firmen suchen zwar weiter qualifiziertes Personal, die Nachfrage nach Helfern geht jedoch zurück. 

Für die Agentur und das Jobcenter sei das eine „Herausforderung“, erläuterte Kemper. Die Teams müssten „die Bereitschaft zur Weiterbildung weiter voranzubringen“. Beschäftigte wie Arbeitslose müssen sich qualifizieren, damit sie fit sind für die Erfordernisse im Beruf. 

 Im Oktober lag der Bestand im Bezirk bei 3168 Offerten, das sind deutlich weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr. Auch die Stellenzugänge zeigen laut Agentur einen deutlichen Rückgang gegenüber dem September und Oktober 2018. 

Im Kreis waren 1722 offene Stellen gemeldet – im September waren es noch 1807 und im vorigen Jahr sogar 1980 Jobangebote.

Lage in den Geschäftsstellen

Blick auf die drei Geschäftsstellen im Kreis: 

  •  In Korbach mit Bad Wildungen waren im Oktober 1317 Menschen ohne Arbeit registriert. Das sind 31 oder 2,3 Prozent weniger als im September und 91 weniger als im Oktober 2018. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 3,2 Prozent, im Vorjahresmonat lag sie bei 3,4 Prozent. 
  • In Frankenberg waren 786 Arbeitslose gemeldet. Das sind acht weniger als im Vormonat, ein Minus von einem Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist es ein Arbeitsloser mehr. Die neue Quote liegt bei 2,7 Prozent, ein Minus um 0,1 Punkt im Vergleich zum September. Auch vor einem Jahr lag die Quote bei 2,7 Prozent. Damit hat Frankenberg erneut den besten Wert im gesamten Agenturbezirk.
  • In Bad Arolsen waren 657 Menschen ohne Beschäftigung erfasst, 47 oder 6,7 Prozent weniger als im September und einer weniger im Vergleich zu Oktober 2018. Die Quote sinkt um immerhin 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent, das ist der selbste Wert wie im Oktober 2018. (red/-sg-)

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