Korbacher Agentur für Arbeit gibt die aktuellen Zahlen bekannt

Zahl der Arbeitslosen steigt  im Dezember nur leicht an

+
Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Korbacher Agentur für Arbeit stiegt  im Dezember nur leicht an, die Quote liegt bei 3,2 Prozent.

Waldeck-Frankenberg – Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Korbacher Agentur für Arbeit nur leicht angestiegen: In Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg waren 5945 Menschen ohne Job gemeldet – 179 mehr als im November, aber 662 oder zehn Prozent weniger als im Dezember 2017.

Das berichtete der Geschäftsführer „operativ“ der Agentur, Manfred Hamel, am Freitag bei der Vorstellung der Zahlen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 3,2 Prozent – das sei nach Bad Hersfeld/Fulda die zweitniedrigste in ganz Hessen, im Land liegt die Quote bei 4,3 Prozent. „Das ist ein tolles Ergebnis.“ 

Im Winter steigt die Zahl der Arbeitslosen in der Regel an, weil draußen nicht gearbeitet werden kann. Diesmal sei der Anstieg deutlich geringer als in den vorigen fünf Jahren ausgefallen, berichtete Hamel, in den Vorjahren sei der Anstieg teils doppelt so hoch gewesen. 

Erfreulicherweise hätten alle Gruppen von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitiert, ob die über über 55-Jährigen, Jugendliche oder die Langzeitarbeitslosen, deren Zahl besonders deutlich abgenommen habe, erklärte Hamel. Insgesamt gebe es bei den beiden Jobcentern und bei der Agentur rund 25 Prozent weniger Arbeitslose als noch vor einem Jahr.

Quote in Waldeck-Frankenberg steigt auf 3,5 Prozent 

In Waldeck-Frankenberg waren im Dezember 3026 Menschen arbeitslos gemeldet, 132 mehr als im Vormonat, aber 27 weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote steigt so von 3,3 Prozent im November auf 3,5 Prozent. 

Der Anstieg wirke gering, aber es sei auch der „riesige Umschlag“ zu beachten, sagte Hamel: So hätten sich im gesamten Monat 2108 Menschen arbeitslos gemeldet, 1940 seien in Arbeit vermittelt worden. Im gesamten Jahr seien rund 25 000 Menschen arbeitslos geworden oder wieder in Arbeit gebracht worden. „Dieser hohe Umschlag spiegelt die Arbeit der Agentur wider“, sagte Hamel. „Gott sei dank ist der Saldo positiv.“ 

 In der Geschäftsstelle Korbach mit Bad Wildungen waren 1485 Menschen ohne Arbeit registriert, 58 mehr als im November und sechs mehr als vor einem Jahr. Die Quote steigt um 0,1 Punkte auf 3,6 Prozent. 

In der Geschäftsstelle Frankenberg waren 887 Arbeitslose gemeldet, 63 mehr als im Vormonat und drei mehr als Vorjahresmonat. Die Quote klettert von 2,9 auf 3,1 Prozent. 

In der Geschäftsstelle Bad Arolsen waren 654 Menschen ohne Beschäftigung erfasst, elf mehr als im November, aber 36 weniger als im Dezember 2017. Die Quote steigt steigt um 0,1 Punkte auf 3,7 Prozent. 

Mehr als 3000 offene Stellen

Die größte Herausforderung für die Agentur sei die hohe Zahl der offenen Stellen, sagte Hamel – mehr als 3000 seien gemeldet. „Es wird immer schwieriger, in bestimmten Berufen passende Arbeitslose nachzuschieben.“ Der größte Bedarf bestehe in vier Berufsfeldern: 

  • Im verarbeitenden Gewerbe sind 949 Stellen in der Produktion unbesetzt, 
  • in der Logistik sind es 638,
  • in Gesundheitsberufen 579,
  • im Handel und in der Gastronomie 476 Stellen.

Im Dezember seien weniger neue offene Stellen gemeldet worden, sagte Hamel. Offenbar teilten manche Firmen der Agentur gar nicht mehr mit, dass sie neue Leute suchten. Stattdessen versuchten sie, ihren Bedarf zum Beispiel durch Jobwechsler zu decken. (-sg-)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare