Korbacher Agentur für Arbeit legt Zahlen vor - Quote: 3,7 Prozent

Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg ist im Januar gestiegen

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In Waldeck-Frankenberg waren im Januar 3246 Menschen arbeitslos gemeldet, 312 mehr als im Vormonat. Das berichtet die Korbacher Agentur für Arbeit.

Trotz milder Temperaturen macht sich der Winter auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: In Waldeck-Frankenberg waren im Januar 3246 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 312 Betroffene oder 10,6 Prozent mehr als im Vormonat, aber 141 weniger als im Vorjahresmonat.

Die Quote steigt von 3,3 Prozent im Dezember auf 3,7 Prozent – vor einem Jahr lag sie noch bei 3,9 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sei gegenüber dem Vormonat deutlich angestiegen, sagte der Chef der Korbacher Agentur für Arbeit, Uwe Kemper, am Donnerstag bei der Vorstellung der Zahlen. Er sei zwar saisontypisch, falle aber höher aus als in den vergangenen Jahren. 

Zum Bezirk der Agentur gehören die Kreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Dort waren im Januar 6915 Jobsuchende registriert – 959 mehr als im Dezember und 164 mehr als im Januar 2019. Auch im Bezirk liegt die Quote bei 3,7 Prozent, das sind 0,5 Prozent mehr als im Vormonat und 0,1 Prozent mehr als im Januar 2019. 

Damit hat der Bezirk nach wie vor die zweitbeste Quote in ganz Hessen, nur Hersfeld/Fulda steht mit 3,2 Prozent besser da. 

Die Geschäftsstellen  der Agentur

Blick auf die drei Geschäftsstellen im Kreis:

In Korbach mit Bad Wildungen waren 1589 Menschen ohne Arbeit  registriert. Das sind 146 mehr als im Dezember und 41 weniger als im Vorjahr. Die Quote liegt 3,8 Prozent.

Frankenberg meldet 936 Arbeitslose. Das entspricht einem Zugang von 100 , plus 12 Prozent, gegenüber dem Vormonat und einem Abgang von 49 gegenüber dem Vorjahresmonat. 3,2 Prozent lautet die Quote.

Bad Arolsen erfasst 721 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zu Dezember sind das 66 mehr, plus 10,1 Prozent. Im Vergleich zu Januar 2019 sind es 51 weniger, minus 6,6 Prozent. Die aktuelle Quote beträgt 4,1 Prozent.

Weniger offene Stellen

Der Bestand an offenen Stellen lag im Januar im Bezirk bei 2769 Angeboten, das sind 25 oder 0,9 Prozent weniger als im Dezember. Im Vergleich zu Januar 2019 sind es 197 Stellen oder 6,6 Prozent weniger. Auch der Stellenzugang ging zurück: 558 wurden im Januar neu gemeldet, 7,2 Prozent weniger als im Dezember und 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Einen leichten Anstieg der Menschen in der Grundsicherung macht der Leiter des Waldeck-Frankenberger Jobcenters, Otto Richter, aus: Im Januar waren 1518 Arbeitslose registriert, ein Anstieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Dezember, aber ein Rückgang von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 Bei Menschen unter 25 Jahren liege der Rückgang im Jahresvergleich bei 21,4 Prozent, bei den Ausländern bei 15,8 Prozent. Gerade Flüchtlinge hätten die Integrationschancen genutzt, betonte Richter: 37 Prozent von ihnen 2019 seien in Arbeit gegangen, das sei ein Spitzenwert.

"Großartig" sei der Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen, sagte Kemper,  329 Betroffene seien es im Bezirk weniger als noch vor einem Jahr, ein Minus von 19 Prozent im Bezirk und von 12 Prozent im Kreis.

 

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bewege sich im saisonüblichen Rahmen, sagte Kemper. Allerdings steige der Anteil der Ungelernten unabhängig von saisonalen Einflüssen, was im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Trend zur Automatisierung und Digitalisierung stehe. „Berufliche Weiterbildung ist der Schlüssel, um die berufliche Zukunft zu sichern“, betonte Kemper. „Die Weiterbildungsberater der Agentur für Arbeit stehen gern mit Rat und Tat zur Seite“.

(-sg-)

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