Aktuell 964 Historienkennzeichen

Zahl der Oldtimer in Waldeck-Frankenberg nimmt rasant zu

Wie in alten Zeiten, nur schneller: Oldtimer wie der Käfer von Hans-Heinrich Martin (am Steuer, mit Sohn Hannes) werden in Landkreis immer beliebter – auch wenn nicht jeder davon so flott ist wie sein für Rallyes genutztes Fahrzeug.

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Oldtimer in Waldeck-Frankenberg nimmt rasant zu - aus nostalgischen wie auch aus handfesten Gründen.

Auf Waldeck-Frankenbergs Straßen sind immer mehr Fahrzeuge mit Historienkennzeichen unterwegs: So waren Anfang 2017 noch 805 Fahrzeuge mit dem „H“ am Nummernschild gemeldet, 964 meldet der Fachdienst Verkehr des Landkreises aktuell.

Dass ihre Zahl beständig ansteigt, hat mehrere Gründe, erklärt eine Sprecherin des ADAC Hessen-Thüringen: Zum einen Nostalgie und den Wunsch nach Individualismus, aber auch, dass die Baujahre, die nach und nach für Historienkennzeichen in Frage kommen, immer höhere Produktionszahlen aufweisen. 

Im Ergebnis lag die Zahl der H-Kennzeichen im Kreis 2007, zehn Jahre nach der Einführung, noch bei 244, 2013 hatte sie sich verdoppelt und steht wieder kurz davor.

Die Zahl der Oldtimer pro Kopf liegt im Kreis auf hessischen Durchschnittsniveau. Landesweit stieg ihre Anzahl um rund zehn Prozent auf 39 981 Stück. Den größten Anteil stellen laut Statistik des Kraftfahrtbundesamts neue Oldies im Alter von 30 bis 34 Jahren mit 8095 Stück. 60 Jahre und älter sind demnach 2647 Fahrzeuge. 

Die überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge sind die mehr als 36 000 Autos, jedes dritte davon ein Cabrio. Aber auch Krafträder, Busse, Lastwagen und sogar ein paar Anhänger gehen in die Statistik ein.

Laut ADAC ein weiterer Grund für das steigende Interesse: Oldtimer seien als Wertanlage gut geeignet. Das gelte für das Aufbewahren und Pflegen, aber auch dafür, sie wieder flott zu machen. 

„Insider sind der Meinung, dass der Markt irgendwann zusammenbricht“, warnt Oldie-Fahrer Hans-Heinrich Martin aus Böhne: Bei nachrückenden Generationen fehle die Fähigkeit, selbst etwas am Auto zu machen, weil neue Fahrzeuge das kaum noch zulassen. Und sollte der Halter sterben, sei es für die Hinterbliebenen schwierig, den Wert zu bestimmen.

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