Frische Gerichte: Landkreis will Mittagsverpflegung verbessern

Ziel: Gesundes Mittagessen für alle Kitas in Waldeck-Frankenberg

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Gesundes Essen auf den Weg bringen: Das will der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit seinem Förderprogramm für Kindertagesstätten. In der Kita „Die Kleinen Strolche“ in Rennertehausen werden bis zu 80 frischgekochte Mahlzeiten ausgeteilt. Dabei helfen die Kinder tatkräftig mit.

Waldeck-Frankenberg. Täglich ein gesundes und frisches Mittagessen – das will der Landkreis allen Kindern ermöglichen, die eine Kindertagesstätte in Waldeck-Frankenberg besuchen. In Kooperation mit der Universität Dortmund wird dafür nun ein neues Verpflegungskonzept erarbeitet, das noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll.

Bei der Mittagsversorgung greifen die meisten Kindertagesstätten im Kreis derzeit auf das Warmhaltesystem zurück: Das Essen wird morgens von Großküchen zubereitet und an die Einrichtungen geliefert, wo es mitunter bis zu drei Stunden warmgehalten wird.

Ziel des Landkreises ist nun, die Mittagsverpflegung in den Einrichtungen zu verbessern: weg vom Warmhaltesystem, hin zur Zubereitung frischer Gerichte mit regionalen Lebensmitteln vor Ort.

„Ideal wäre es, wenn jede Kita das Essen täglich frisch zubereiten würde“, sagte Beate Hecker, die das Projekt im Fachdienst Jugend des Landkreises Waldeck-Frankenberg betreut. Vorbild sei dabei die Kindertagesstätte „Die Kleinen Strolche“ in Rennertehausen: Dort wird jeden Tag frisch für bis zu 80 Kinder gekocht. „Das ist aber nicht überall umsetzbar“, erklärte Hecker.

In solchen Fällen empfiehlt Prof. Dr. Günter Eissing, der den Landkreis bei der Umsetzung des Projektes berät, das „Cook-and-Chill“-Verfahren (zu Deutsch: Kochen und Abkühlen). Dabei werden die Speisen vorgekocht und gekühlt an die Kitas geliefert, die das Essen dann aufkochen.

Um die Kindertagesstätten auf dem Weg zu einem verbesserten Mittagsangebot zu unterstützen, fördert der Landkreis entsprechende Umbauarbeiten: Für Einrichtungen, die künftig frisch vor Ort kochen wollen, werden einmalig 20 Prozent der Kosten übernommen. Begrenzt ist die Förderung auf 12 000 Euro. Rüstet eine Einrichtung auf das „Cook-and-Chill“ um, wird sie mit 7500 Euro unterstützt.

Von Susi Große

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