Zwei Impfstraßen sind in Betrieb

Impfzentrum auf der Hauer in Korbach öffnet am Dienstag

Impfbeginn am morgigen Dienstag: In der Großsporthalle der Louis-Peter-Schule auf der Hauer in Korbach ist das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Waldeck-Frankenberg eingerichtet.
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Impfbeginn am morgigen Dienstag: In der Großsporthalle der Louis-Peter-Schule auf der Hauer in Korbach ist das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Waldeck-Frankenberg eingerichtet.

Einsatzbereit ist das Corona-Impfzentrum Waldeck-Frankenberg in Korbach bereits seit mehr als acht Wochen. Die ersten Impfungen in der umfunktionierten Großsporthalle auf der Hauer werden aber erst am morgigen Dienstag verabreicht.

Korbach - Der Grund für die Verzögerung ist die unzureichende Versorgung mit Impfstoff. Deshalb muss auch der Landkreis die Zahl der zunächst vorgesehenen 100 Impfungen pro Tag nach unten korrigieren. „Am ersten Impftag sind im Impfzentrum in Korbach nach jetzigem Stand 72 Impfungen vorgesehen“, teilte der Landkreis am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Im Impfzentrum wird das Serum ab morgen zunächst in zwei Impfstraßen verabreicht. Ausgelegt ist das Impfzentrum für eine Kapazität von 1000 Impfungen pro Tag.

Landrat Dr. Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Frese sehen den Auftakt der Impfungen und die Inbetriebnahme des Impfzentrums in Korbach als einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung der Pandemie: „Zwar sind die für Waldeck-Frankenberg vorerst verfügbaren Dosen noch nicht ausreichend für den Beginn der Massenimmunisierung. Wir gehen aber davon aus, dass wir damit eine Vielzahl der Angehörigen der priorisierten Gruppen impfen lassen können.“ Durch erhöhte Produktionskapazitäten der bereits zugelassenen Impfstoffe und durch die Zulassung weiterer Seren könne die Menge an Impfdosen bald spürbar gesteigert werden, sodass die Immunisierung bis zum Sommer deutliche Fortschritte machen werde.

Im Einsatz im Impfzentrum sind morgen 25 Mitarbeiter aus dem medizinischen und dem Verwaltungsbereich, inklusive Soldaten der Bundeswehr des Standortes Frankenberg. Das Zentrum hat vorerst montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Ebenfalls am Dienstag beginnt in Bad Arolsen das „Aufsuchende Impfen“ für die über 80-Jährigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Bis Freitag gibt es dieses Angebot in Frankenberg, Bad Wildungen und der Gemeinde Edertal. Weitere Städte und Gemeinden folgen, die ihre älteren Bürger zur Impfung vor Ort in einer Gemeinschaftseinrichtung eingeladen haben.

Bisher (Stand: 5. Februar) sind in Waldeck-Frankenberg nach Angaben des Landkreises insgesamt 7348 Impfdosen verabreicht worden: 4680 Erstimpfungen und 2668 Zweitimpfungen.

Seit einigen Tagen können Menschen der ersten Priorisierungsgruppe sich über das Land Hessen online und telefonisch für eine Impfung gegen das Coronavirus in Korbach anmelden. Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises beantwortet die wichtigsten Fragen:

Wie wird die Impfung im Impfzentrum ablaufen?

Im Impfzentrum auf der Hauer wird das Serum ab Dienstag zunächst in zwei Impfstraßen verabreicht. Menschen, die vom Land Hessen einen Impftermin in Korbach bekommen haben, werden gebeten, zwar rechtzeitig aber nicht übermäßig früh zum Impfzentrum zu kommen, um Ansammlungen von Wartenden vor dem Eingang der Großsporthalle auf der Hauer zu vermeiden. Fünf Minuten vor dem Termin da zu sein, reicht vollkommen aus. Entsprechende Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden.

Nach der Einlasskontrolle werden die Impflinge über einen barrierefreien Zugang zu den Terminals geleitet, wo die Anmeldung der zu impfenden Personen stattfindet. Hier werden die Unterlagen nochmals überprüft, die Krankenkassenkarte eingelesen und eine erste Erfassung im System vorgenommen. Aufklärungs-, Anamnese- und Einwilligungsbögen sollten bereits ausgefüllt mitgebracht werden.

Von der Anmeldung geht es weiter in zwei Wartebereiche – entweder in einen ohne medizinische Beratung oder in einen anderen für Menschen, die vor der Impfung noch offene Fragen klären möchten. Von den Mitarbeitern des Impfzentrums werden die Impflinge dann zum ärztlichen Aufklärungsgespräch abgeholt, worauf dann die Impfung an sich in gesonderten Impfkabinen erfolgt.

Wie geht es dann weiter?

Nach der Verabreichung der Spritze steht am Ende der Impfstraßen ein weiterer Wartebereich zur Verfügung, in dem die Geimpften ihre Unterlagen zur Abmeldung abgeben. Hier erfolgen auch die endgültige Erfassung und der Ausdruck der Impfbescheinigung. Zudem können und sollten die Geimpften dort noch einen Augenblick verweilen, um sicherzustellen, dass sie die Impfung gut vertragen.

Medizinisches Personal steht auch hier jederzeit für Fragen und Probleme zur Verfügung. Ist der Check-Out am Abmelde-Terminal erfolgt, können die Impflinge das Zentrum über einen Ausgang an der Rückseite der Großsporthalle hin zur Karpatenstraße verlassen.

Welche Unterlagen sind mitzubringen?

Im Eingangsbereich sollten die entsprechenden Unterlagen bereitgehalten werden – wie beispielsweise die Krankenkassenkarte, der Personalausweis und die Informationen, die man vom Land Hessen bei der Registrierung zum Impftermin bekommen hat. Alles wird bereits am Eingang einmal kontrolliert.

Welche Regeln sind zu beachten?

Ohne bestätigten Impftermin wird ein Einlass ins Zentrum nicht möglich sein. Ebenso wird direkt am Eingang Fieber gemessen werden. Im gesamten Impfzentrum muss aus Infektionsschutzgründen zudem mindestens eine medizinische Maske, besser eine FFP2-Maske getragen werden.

Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass im gesamten Impfzentrum die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Menschen, die einen Impftermin bekommen haben, sich jedoch am Tag der Impfung krank fühlen, werden gebeten, zuhause zu bleiben und über die Hotline oder die Internetseite des Landes Hessen einen neuen Termin zu vereinbaren.

Sind Begleitpersonen zugelassen?

Da in der ersten Phase der Impfungen hauptsächlich über 80-Jährige geimpft werden, besteht die Möglichkeit, dass sich eingeschränkte Menschen von Angehörigen zur Impfung in das Zentrum begleiten lassen können – jedoch nur bis zur Anmeldung. Begleitpersonen können, während die Impflinge geimpft werden, in einem gesonderten Wartebereich verweilen und ihre Angehörigen dann am Ausgang wieder in Empfang nehmen und hinaus begleiten.

Wann folgt die zweite Impfung?

In einem Abstand von drei Wochen muss die zweite Injektion verabreicht werden, damit der Impfschutz vollumfänglich wirkt. Die zweite Impfung muss immer auch an dem Ort entgegengenommen werden, an dem die erste stattgefunden hat. Eine Umbuchung der Termine zwischen der ersten und zweiten Impfung auf einen anderen Ort ist nicht möglich.  red » ARTIKEL RECHTS

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