Waldeck-Frankenberg

"Zwiebelprinzip"schützt vor Kälte

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- Waldeck-Frankenberg. Der Körper verliert über den Kopf die meiste Wärme. Deshalb ist eine Mütze auch bei Erwachsenen ratsam. Weitere praktische Tipps für die richtige Kleidung bei Minustemperaturen hat sich die WLZ-FZ vom Profi geholt.

Ein bisschen Kälte macht den wenigsten etwas aus: Mit Handschuhen, Mütze, einer warmen Jacke und dicken Socken in wasserdichten Schuhen ist Schneeschippen kein Problem – zumal die körperliche Betätigung ebenfalls wärmt. Doch für diese Woche sind gefühlte Temperaturen angekündigt, die deutlich tiefer sind als die gemessenen Gradzahlen: Am heutigen Mittwoch könnten sie gefühlt bei bis zu minus 30 Grad liegen. „Da würde ich mich glatt drauf freuen“, sagt Thorsten Hoyer lachend.

Der Frankenauer Extremwanderer plant gerade ein Wochenende im Thüringer Wald und will dort wandern – inklusive Übernachtung im Ein-Mann-Zelt. „Wenn es richtig kalt ist, wird das mehr zu einer Herausforderung.“ Der Extrem-Wanderer ist Minustemperaturen gewohnt, kennt sich mit Schnee, Eis und Kälte unter anderem von Bergbesteigungen gut aus. Die niedrigste Temperatur, bei der er draußen unterwegs war, betrug minus 32 Grad. „Das war schon vor einigen Jahren in Schwedisch Lappland, Mitte Januar“, erinnert sich Hoyer. Allerdings habe es sich gar nicht so kalt angefühlt, weil die Luft extrem trocken war. „Das ist ausschlaggebend dafür, wie sich Temperatur anfühlt.“ Deshalb sei es bei nasskaltem Wetter um null Grad deutlich unangenehmer als bei minus 10 Grad, wenn die Luft trocken ist.

Grundsätzlich empfiehlt Hoyer allen, die bei Eiseskälte vor die Tür gehen, das „Zwiebelprinzip“ anzuwenden: Das heißt, nicht eine ganz dicke Schicht, sondern mehrere dünnere übereinander zu tragen. Er hat die besten Erfahrungen mit Funktionskleidung wie Polartec oder Goretex gemacht, denn diese Mikrofaser-Stoffe leiten den Schweiß vom Körper weg.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom 1. Dezember

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