Waldeck-Frankenberg

Zwischen Neugier und Selbstdarstellung

- Waldeck-Frankenberg (ik). Was den Reiz der Internetcommunity Schülervz für junge Leute ausmacht, verstehen viele Erwachsene nicht. Die Schülerin Laura Frede aus Basdorf berichtet über ihre positiven und negativen Erfahrungen im Umgang mit dem Netzwerk.

Sei dabei, tausch dich aus, bleib in Kontakt! – Mit diesem Slogan wirbt das soziale Netzwerk Schülervz auf seiner Homepage und erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit bei Schülern. „Ich kann nicht genau erklären, warum ich im Schülervz angemeldet bin“, sagt die 15-Jährige Laura Frede. Durch E-Mails von Freunden sei sie einige Male eingeladen worden und habe sich dann irgendwann angemeldet – mit dem Gedanken, das Ganze auch jederzeit wieder beenden zu können. Seit zwei Jahren ist die Schülerin bereits Mitglied in der Community und hat schnell sehr viel Zeit darin verbracht: „Am Anfang war ich schon jeden Tag auf der Seite und habe nachgeschaut, was es Neues gibt, mich mit anderen ausgetauscht und mein Profil eingerichtet.“ Vor allem wenn ihr nachmittags langweilig war, hat sie viel Zeit dort verbracht. Mittlerweile ist sie aber nur noch etwa jeden zweiten Tag online. „Natürlich macht es Spaß“, sagt sie, „man kann sich die Profile seiner Freunde und deren Bilder anschauen oder ihnen schreiben.“ Auch die „Gespräche“ in den Gruppen seien häufig sehr interessant, und „man erfährt sehr schnell Neuigkeiten“, so Laura.Von ihren 22 Mitschülern sind lediglich drei kein Mitglied der Online-Community. „Eigentlich verpasst man nicht wirklich etwas, wenn man nicht angemeldet ist. Aber man ist auch nicht richtig integriert, wenn man nicht dabei ist“, erklärt sie. Denn häufig findet das Internet-Netzwerk noch den Weg in die Klassenräume, wenn sich die Schüler über Profile, Bilder oder „Buschfunknachrichten“ unterhalten. Doch seit Gründung der Schülerplattform hagelt es von allen Seiten Kritik. Nicht nur Datenschützer, sondern vor allem auch Verfechter des Jugendschutzes klagen über eine fehlende Sicherheit für die Schüler.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Samstag, 17. Oktober 2009.

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