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Mercedes startet Plug-in-Offensive mit der S-Klasse

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Kommt mit Plug-in-Hybrid-Antrieb nur in der Langversion: die Mercedes S-Klasse.

Stuttgart - Mercedes stattet in den kommenden Jahren etliche seiner Modelle mit Plug-in-Hybrid-Antrieb aus. Der Technologie sagen die Stuttgarter eine große Zukunft voraus.

Mercedes plant eine Großoffensive beim Plug-in-Hybrid-Antrieb. "Wir beginnen jetzt mit der S-Klasse und statten bis 2017 rund zehn Modelle mit dieser Technologie aus", kündigte Entwicklungsvorstand Thomas Weber an. Als Nächstes stünden C- und E-Klasse auf dem Plan und danach die großen Geländewagen. Weber schreibt der Kombination aus Verbrenner, Elektromotor und Akku mit Steckdosenanschluss große Zukunftchancen zu: "Bald ist der Plug-in so selbstverständlich wie heute Diesel oder Benziner."

Alle kommenden Mercedes-Modelle mit dieser Technik fußen laut Weber auf dem gleichen, modular und skalierbar aufgebauten Baukasten. Für den S 500 Plug-in nutzt das Stuttgarter Unternehmen aus diesem Teilesatz einen V6-Benzin-Motor mit drei Litern Hubraum und 245 kW/333 PS und 480 Newtonmeter (Nm) Drehmoment, eine E-Maschine mit 85 kW/116 PS und 340 Nm sowie einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 8,7 Kilowattstunden (kWh).

Der Stromspeicher ermöglicht eine elektrische Reichweite von bis zu 33 Kilometern, der Stromer unterstützt den Verbrenner beim Beschleunigen, und überschüssige Energie wird beim Bremsen zurückgewonnen. So sinkt der Normverbrauch der Luxuslimousine laut Mercedes auf 2,8 Liter. Der CO2-Ausstoß liegt damit bei 65 g/km.

Die Fahrleistungen stehen denen des S 500 mit seinem konventionellen V8-Motor in nichts nach: Mit einer Systemleistung von 325 kW/442 PS und einem maximalen Gesamtdrehmoment von 650 Nm beschleunigt der Wagen in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht wie der Benziner maximal 250 km/h.

Auch beim Preis gibt es keine Unterschiede: Wenn der ausschließlich in der Langversion lieferbare S 500 Plug-in im Lauf des Monats zu den Händlern kommt, kostet er mit knapp 108 950 Euro genauso viel wie das V8-Modell.

dpa

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