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Opel rät dringend zu Sicherheitscheck für Adam und Corsa

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Opel Adam in der Fertigung: Rund 8000 Adam und Corsa sind von dem Rückruf betroffen.

Rüsselsheim - Opel empfiehlt eine dringende Überprüfung von Wagen seiner Modelle Adam und Corsa. Bis dahin sollten die Autos nicht bewegt werden. Es geht um ein Bauteil der Lenkung.

Wegen möglicher Probleme mit der Lenkung hat Opel Besitzern von rund 8000 Fahrzeugen der Modelle Adam und Corsa dazu geraten, ihren Wagen kontrollieren zu lassen und bis dahin nicht mehr zu fahren. Seit Samstag (27. September) informiert der Autobauer im Internet über die Sicherheitsprüfung, auch eine Telefon-Hotline ist geschaltet worden, wie der Autobauer mitteilte.

Bei einigen seit Mai 2014 ausgelieferten Fahrzeugen entspreche ein Teil an der Lenkung nicht den Spezifikationen. Opel liegen nach eigenen Angaben aber keine Informationen über Unfälle oder Verletzungen vor. "Die Sicherheit unserer Kunden ist unsere höchste Priorität und gerade beim Thema Lenkung darf man kein Risiko eingehen", sagte der Opel-Sprecher Harald Hamprecht.

Auf seiner Internetseite erklärt Opel, wie Kunden herausfinden können, ob ihr Wagen betroffen ist. Falls ja, dürften sie "unter keinen Umständen mehr fahren, um jegliches Risiko zu vermeiden". Betroffene Kunden sollten sich für das weitere Vorgehen an ihren örtlichen Händer wenden. Sie würden aber auch automatisch kontaktiert.

Das entsprechende Teil der Lenkung könne in der Werkstatt innerhalb von 30 Minuten ausgetauscht werden, sagte ein Opel-Sprecher. Komme es zu Wartezeiten, kümmere sich Opel für diese Zeit um einen Ersatz. Das Problem sei bei eigenen Routine-Kontrollen entdeckt worden.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors kämpft bereits seit Monaten mit einer der größten Rückrufaktionen der Automobilgeschichte. Am Freitag (26. September) hatte Ford in Nordamerika massenweise Autos in die Werkstätten beordert. Der Rückruf betreffe in Nordamerika 850 000 Wagen der Marken C-Max, Fusion, Escape und Lincoln MKZ aus den Modelljahren 2013 und 2014. Wegen möglicher Defekte an den Steuerungseinheiten bestehe die Gefahr von Kurzschlüssen. Deshalb könnten unter anderem die Airbags und Sicherheitsgurte bei einem Crash versagen.

Ford wisse aber bislang nichts von Unfällen oder Verletzungen. Ende Mai hatte das Unternehmen bereits über eine Million Autos wegen möglicher Probleme mit der Lenkung zurückgerufen.

Vor wenigen Tagen hatte auch der drittgrößte US-Autobauer Chrysler wegen Problemen mit defekten Zündschlössern knapp 350 000 Wagen in die Werkstätten beordert.

dpa

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