Mit dem Punkte-Tacho gegen Verkehrssünder

München - Der neue Punkte-Tacho und ein neues Bewertungssystem sind Eckpunkte in der Flensburg Punktereform. Einiges soll sich ändern, lesen Sie hier die wichtigsten Details.

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Punkte in Flensburg: Radikale Reform geplant

So baut man Punkte in Flensburg ab

Flensburg Punktestand jetzt online

Mit dem geplanten "Fahreignungsregister" (FAER) soll das Verkehrszentralregister und mit dem "Fahreignungs-Bewertungssystem" das "Mehrfachtäter-Punktsystem", nach den Plänen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) abgelöst werden. Durch die Reform soll sich vor allem das Fahrverhalten ändern: Dazu gehört auch, dass ein Abbau von Punkten durch eine freiwillige Teilnahme an Seminaren künftig ausgeschlossen werden. Ziel ist es Rabatte für notorische Verkehrsrowdys zu verhindern. Hier ein Überblick:

Reformpläne zur Flensburger Verkehrssünder Datei

Verkehrssünderdatei in FlensburgaltVerkehrsszentralregisterneu  2013Im \"Fahreignungsregister\" (FAER) werden schwere und besonders schwere Verstöße gespeichert, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.
Punkte-Tacho zeigt klar die Stufen des Fahreignungs-Bewertungssystems 
Führerscheinentzugab 18 PunkteSchwarz: ab 8 Punkte
Grün: Vormerkung beim Punktestand 0 bis 3
neu - automatische schriftliche ErmahnungGelb: 4 Punkte
neu letzte Ermahnung - die Behörde ordnet die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar anRot: 6 Punkte
Punkte Verjährung/ Tilgungautomatischen Verlängerungen der Einträge, wenn es innerhalb der Verjährungsfrist zu neuen Verkehrssünden kommtJeder Eintrag verjährt für sich, es gibt feste Tilgungsfristen
Tilgung Ordnungswidrigkeit (entspricht schwerem Verstoß)bisher 2 JahreEin Eintrag der Kategorie 1 (ein Punkt) nachzwei 1/2 Jahren
Tilgung Ordnungswidrigkeiten mit Anordnung eines Regelfahrverbotesbisher 2 Jahre Ein Eintrag der Kategorie 2(zwei Punkte)nach fünf Jahren
Straftaten (entspricht sehr schwerem Verstoß)bisher 5 Jahre10 Jahre (z. B. bei Alkohol am Steuer)
Punkte Vergabebis jetzt unterschiedliche Punktevergabe1 Punkt2 Punkte3 bis 7 PunkteKünftig nur noch 1 oder 2 Punkte
Kriterien für die Punktevergabe Verstöße, die die Verkehrssicherheit nicht gefährden, gibt es keine Punkte mehrz.B. Einfahrt ohne Plakette in die Umweltzone
Ordnungswidrigkeit(1 bis 4 Punkte)Schwerer Verstoß: 1 PunktMehr ins Gewicht fallen sollen z.B. Handy am Steuer
schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten mit Regelfahrverbot( 3 bis 4 Punkte)Besonders schwerer Verstoß:2 Punktez.B. bei Rot über die Ampel oder Drängeln
Regelfahrverbot sowie StraftatenBesonders schwere Verstöße

Grundsätzlich geht es bei der Reform um mehr Verkehrssicherheit. Doch auch die Verkehrssünderdatei würde entrümpelt werden: Durch die neuen Regelungen würden voraussichtlich rund eine Million Personen, die zwar für die Verkehrssicherheit relevante, aber leichtere Verstöße begangen haben, nicht mehr im Register erfasst werden. Demgegenüber würde es jährlich bei rund 500 Personen mehr zum Entzug der Fahrerlaubnis kommen.

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Aktuelles Recht

Ab 18 Punkten wird die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate entzogen. Um sie zurückzubekommen, muss der Betroffene eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) bestehen. Wiederholungstäter können jetzt schon laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Münster (Az.: 16 B 212/11) schon ab 8 Punkten ihren Führerschein verlieren. Zulässig ist das nach Ansicht der Richter, wenn dem Autofahrer bereits einmal die Fahrerlaubnis entzogen wurde und sich sein Punktekonto nach Wiedererlangen des Führerscheins in unverhältnismäßig kurzer Zeit wieder füllt.

Bisher werden alle Punkte je nach Vergehen nach zwei bis zehn Jahren gelöscht, wenn keine neuen Verstöße hinzukommen.

Quelle: ADAC/dpa/dapd/ml

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