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Winterreifen: Große Unterschiede bei Bremsweg und Verschleiß

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Winterliche Straße
Bei solchen Verhältnissen ist das Auto besser auf verlässlichen Winterreifen unterwegs. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Wie schnell ein Auto bei einer Vollbremsung zum Stehen kommt, kann über Leben und Tod entscheiden. Ein aktueller ADAC-Test zeigt, welche Winterreifen für Kleinwagen und kleinere SUV überzeugen.

München - Teure Winterreifen für Kleinwagen wie VW Polo oder Opel Corsa kosten rund 100 Euro pro Stück, für günstigere Modelle verlangen Händler manchmal nur gut die Hälfte.

Doch wer zur nahenden Kältesaison neue Gummis für die Räder braucht, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Wie der ADAC in einem aktuellen Test ermittelt hat, ist allein der Unterschied beim Bremsweg immens.

So kam der Test-Kleinwagen mit dem beim Bremsweg bestplatzierten Bridgestone Blizzak LM005 (Gesamtnote 3,0; durchschnittlich etwa 96 Euro) auf nasser Fahrbahn aus 80 Stundenkilometern nach 36,2 Metern zum Stehen. Waren die beiden letztplatzierten und insgesamt jeweils mit „mangelhaft“ bewerteten Reifen aufgezogen, waren es je rund zehn Meter Bremsweg mehr.

Als weiteres Manko stellten die Tester unter den Kandidaten teils unharmonisches Ansprechen auf Lenkbefehle und die Neigung zum frühen Übersteuern fest. Dies führte zur Abwertung und zu nur ausreichenden Noten im Vierer-Bereich für die jeweiligen Reifen.

Drei Spitzenreiter mit guten Noten

Gute Leistungen, insbesondere bei Nässe, Schnee und trockener Fahrbahn, zeigten dagegen die drei mit der Note 2,2 im Gesamtranking am besten bewerteten Modelle Continental WinterContact TS 870 (100 Euro), Goodyear Ultragrip 9+ (96 Euro) und Semperit Speed-Grip 5 (80 Euro). Dicht dahinter liegt der Michelin Alpin 6 mit der Note 2,3 (99 Euro).

Insgesamt 33 Reifen für die kalte Jahreszeit nahm der ADAC unter die Lupe - darunter nicht nur in der Dimension 185/65 R15 für Kleinwagen, sondern auch passende für SUV der unteren Mittelklasse wie Skoda Karoq oder Audi Q3 (215/60 R16).

Laufleistungsdifferenzen bei bis zu 19 000 Kilometern

Bei der größeren Dimension gab es vor allem große Differenzen im Verschleiß. Für den in dieser Kategorie am schlechtesten platzierten Winterreifen ermittelte der ADAC eine Laufleistung von knapp 24 000 Kilometern - der Spitzenreiter in dieser Einzeldisziplin, der Sava Eskimo HP2 (Gesamtnote 3,0; 121 Euro), erreichte rund 43 000 Kilometer. Das Schlusslicht in der Gesamtwertung zeigte zudem schlechtes Kurvenverhalten auf trockener Fahrbahn.

Unter Berücksichtigung aller Prüfkriterien landeten bei der Dimension 215/60 R16 die beiden Modelle Continental WinterContact TS 870 (159 Euro) und Dunlop Winter Sport 5 (154 Euro) mit der Gesamtnote 2,1 ganz vorn, gefolgt vom Goodyear UltraGrip Performance + (158 Euro) und dem Michelin Alpin 6 (167 Euro), die jeweils mit 2,3 benotet wurden. Für alle vier spricht der ADAC eine besondere Empfehlung aus, weil sie ohne Schwächen in den Hauptkriterien blieben. dpa

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