Subventionsstopp für fossile Energien

Aktivisten demonstrieren während IPCC

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WWF-Aktivisten halten am Freitag ein Schild mit der Aufschrift „Game over!“ und Flugblätter in Form von Spielscheinen für Spielautomaten.

Berlin - An diesem Sonntag präsentiert der Weltklimarat Empfehlungen darüber, wie der Treibhausgasausstoß vermindert werden kann. Die Umweltstiftung WWF forderte schon mal einen Subventionsstopp für fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas.

Aktivisten der Umweltstiftung WWF haben am Rande der Tagung des Weltklimarats (IPCC) in Berlin für einen Subventionsstopp fossiler Energien demonstriert. Global würden jährlich über eine Billion US-Dollar (über 720 Milliarden Euro) in die Förderung von Kohle, Öl und Gas investiert, teilte die Organisationmit. Erneuerbare Energien erhielten lediglich ein Viertel davon.

Dabei sei die Energieerzeugung aus fossilen Trägern für den Ausstoß von 32 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich verantwortlich, berichtet der WWF in einem neuen Report. Das entspreche etwa zwei Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Der WWFpräsentiert in seinem Bericht Fallstudien zur Förderungen erneuerbarer Energien.

In der aktuellen Konferenz des Weltklimaratesdebattieren Forscher und Regierungsvertreter von knapp 200 Staaten darüber, wie Treibhausgase vermindert werden können. Kernpunkt ist ebenfalls Kohlendioxid, das beim Verbrennen von Kohle, Öl und Erdgas entsteht. Am Sonntag will der Ratseinen neuen Klimabericht vorstellen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht bei den CO2-Zertifikaten des Emissionshandels Handlungsbedarf. „Viel zu billige CO2-Zertifikate sind kein Anreiz zum Energiesparen“, hieß es in einer Mitteilung. Der Preis werde erst steigen, wenn zwei Milliarden überschüssige Zertifikate dauerhaft vom Markt genommen würden. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) teilte mit, ersehe Potenziale für den Klimaschutz im aktiven Stadtnaturschutz. So sorge urbanes Grün für Abkühlung in Ballungszentren und begünstige die Frischluftentstehung.

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