Umweltbewusstes Netz

Apps für einen nachhaltigen Lebensstil

Check per Label-Online App: Der Blaue Engel gilt in vielen Produktgruppen als vertrauenswürdiges Siegel. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
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Check per Label-Online App: Der Blaue Engel gilt in vielen Produktgruppen als vertrauenswürdiges Siegel. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Nachhaltige Ernährung: Bei den Klimatariern werden für die Zutaten auf dem Teller die CO2-Emissionen angezeigt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
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Nachhaltige Ernährung: Bei den Klimatariern werden für die Zutaten auf dem Teller die CO2-Emissionen angezeigt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Dr. Michael Bilharz ist Experte für nachhaltige Konsumstrukturen beim Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Foto: Sandrine Hinrichs/dpa-tmn
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Dr. Michael Bilharz ist Experte für nachhaltige Konsumstrukturen beim Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Foto: Sandrine Hinrichs/dpa-tmn
Christine Steffen ist Rechtsanwältin bei der Verbraucherzentrale NRW und zuständig für digitalen Datenschutz. Foto: Verbraucherzentrale NRW/dpa-tmn
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Christine Steffen ist Rechtsanwältin bei der Verbraucherzentrale NRW und zuständig für digitalen Datenschutz. Foto: Verbraucherzentrale NRW/dpa-tmn
Dr. Kerstin Etzenbach-Effers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Umwelt und Gesundheitsschutz bei der Verbraucherzentrale NRW. Foto: Verbraucherzentrale NRW/dpa-tmn
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Dr. Kerstin Etzenbach-Effers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Umwelt und Gesundheitsschutz bei der Verbraucherzentrale NRW. Foto: Verbraucherzentrale NRW/dpa-tmn
Wer direkt beim Einkauf die Produkte auf Nachhaltigkeit checken will, kann dies mithilfe einer App tun. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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Wer direkt beim Einkauf die Produkte auf Nachhaltigkeit checken will, kann dies mithilfe einer App tun. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Internet und Apps bieten Hilfe für fast jede Situation: Auch wer nachhaltig leben will, findet im Netz reichlich Informationen - ob es ums Essen, Einkaufen oder Reisen geht.

Dessau/Düsseldorf (dpa/tmn) - Sie haben zum Teil Downloadzahlen von über einer Million: Apps und Webseiten mit Tipps und Informationen für einen nachhaltigen Lebensstil. Eine umfangreiche Übersicht findet sich etwa auf der Plattform Utopia.

Einige, etwa der ökologische Fußabdruck der Hilfsorganisation Brot für die Welt oder der CO2-Rechner, betrachten unser gesamtes Verhalten. Bei anderen, wie der Regio-App oder dem nachhaltigen Warenkorb, geht es allgemein ums Einkaufen. Eine dritte Gruppe spezialisiert sich auf einzelne Produktgruppen, so der WWF-Fischratgeber.

Oft gibt es zur Webseite gleich die App, doch nicht immer lohnt sich der Download. Michael Bilharz, der beim Umweltbundesamt den CO2-Rechner und das UBA-Verbraucherportal betreut, ist skeptisch bei Apps, die nicht vom Nutzer her gedacht sind. Man nutze eine App, um zu wissen, wie man von A nach B komme, meint Bilharz, aber: "Ihre CO2-Bilanz rechnen Sie höchstens einmal im halben Jahr aus, da haben sie die App schon vergessen und suchen wieder bei Google."

Häufig nachgefragt werden laut Bilharz Angebote, die sich ums Essen drehen: Bei den Klimatariern schiebt man sich zum Beispiel virtuelle Zutaten auf den Teller und bekommt dazu die CO2-Emissionen angezeigt. Der Klimateller rechnet die Emissionen verschiedener Gerichte aus und hält Tipps und klimafreundliche Rezepte bereit. Bei Too Good To Go gibt es günstiges Essen aus Überschüssen.

Aufgepasst bei zu viel abgefragten Daten

Allerdings werden viele Apps oder Webseiten nicht mehr aktualisiert. Das hänge nicht zuletzt von den jeweiligen Erlösmodellen ab, sagt Utopia-Chefredakteur Andreas Winterer. "Es gibt etliche mit viel Enthusiasmus gestartete Apps, wo dann leider nicht viel mehr passiert, sobald der Enthusiasmus der Startphase einmal weg ist." Aufschluss geben können die Angaben zu den Apps aus den jeweiligen App-Stores oder die Zahl der Downloads und die Nutzerkritiken.

Wollen Betreiber vor allem Geld verdienen, werden oft viele Nutzer-Informationen verlangt. "Wenn eine App Zugriff auf Ihre auf dem Smartphone gespeicherten Medien oder gar Ihr Telefonbuch möchte, sollten Sie überlegen, ob sich die Informationen bzw. Funktionen nicht auch auf einer Webseite finden lassen", rät Christine Steffen, bei der Verbraucherzentrale NRW zuständig für digitalen Datenschutz.

Gerade bei Apps können viele persönliche Daten anfallen, die nicht immer für das Funktionieren erforderlich sind. So können auch Daten im Hintergrund gesammelt werden, ohne dass die App in Gebrauch ist. Um dies zu verhindern, sollte man regelmäßig in den Einstellungen festlegen, auf welche Daten die App zugreifen darf.

Besser wichtigste Siegel im Kopf haben

Was fehlt, ist laut Kerstin Etzenbach-Effers von der NRW-Verbraucherzentrale eine App, die Produktgruppen-übergreifend bewertet und möglichst von einer unabhängigen Organisation wie Stiftung Warentest betrieben wird. "Genauso fehlt eine App, die nicht nur die Schadstoffe im Endprodukt beurteilt, sondern auch die Umwelt- und Sozialstandards bei der Produktion oder die technische Sicherheit der Produkte."

Insgesamt rät die Expertin, sich von jeder Produktgruppe die zwei wichtigsten, anspruchsvollsten Siegel zu merken. Neben dem Blauen Engel, der für viele Produktgruppen gelte, sei das im Bereich Kleidung/Textilien das Label GOTS (Global Organic Textile Standard). Bei Naturkosmetik lohnt es sich, auf eine Zertifizierung nach BDIH-Standard oder das Natrue-Siegel zu achten. Bei Bauprodukten und Farben sind es das Natureplus-Siegel, das Eco-Institut-Label und der Blaue Engel.

Bei Spielzeug und Elektroartikeln garantiert das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) zumindest eine Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Eine Übersicht der Top-Siegel und weitere Empfehlungen gibt es auf dem UBA-Verbraucherportal.

App-Tipps von Utopia

Ökologischer Fußabdruck Brot für die Welt

CO2-Rechner

Regio-App

Nachhaltiger Warenkorb

WWF-Fischratgeber

Verbraucherportal des Bundesumweltamtes

Webseite Naturtrip

CO2-Rechner Klimatarier

Klimateller

Too Good To Go

Webseite Siegelklarheit

Webseite Label-Online

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