Studie

Bundeskriminalamt warnt vor Kriminalität in Spielhallen

- Die mehr als 10.000 Spielhallen in Deutschland sind laut einer Studie des Bundeskriminalamtes zunehmend Stätten der Kriminalität. Die Zahl der Polizeieinsätze wegen mutmaßlicher Delikte wie Diebstahl, Betrug, Raub oder Erpressung steigt.

Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (Montag) aus einer bislang unveröffentlichten BKA-Analyse. Die Polizeireviere etwa in Bayern oder Hessen seien „durch Einsätze in Spielhallen in hohem Maße und mit steigender Tendenz belastet“.

Dem Bericht zufolge registrierten die Landespolizeien von Januar 2008 bis Juli 2010 fast 19.000 Ermittlungsverfahren gegen 13.500 Beschuldigte. Baden-Württemberg, Hamburg, Brandenburg und Schleswig-Holstein hatten allerdings keine Daten zugeliefert. Häufig seien die Spielhallenbetreiber die Opfer der Kriminellen.

Der Bericht dient laut „SZ“ als Arbeitsgrundlage für die Regierungen der 16 Bundesländer, die gerade neue Regeln für das Glücksspiel erarbeiten. Am 25. Mai findet eine Anhörung von Glücksspiel-Veranstaltern in Mainz statt, zu der auch das BKA geladen ist. Die Länder wollen wissen, wo welche Gefahren drohen, und was dagegen zu tun ist.

Im Juni sollen die neuen Vorschriften vorliegen. Die Paragrafen könnten bewirken, dass viele Spielhallen geschlossen werden müssen.

dpa

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