Finanzieller Schaden

Chinas Züchter schweigen Vogelgrippe tot

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Foto: Die Geflügelzüchter in China wollen die Vogelgrippe totschweigen.

Peking - Chinas Geflügelindustrie möchte die Vogelgrippe am liebsten weitgehend totschweigen, um ihre finanziellen Verluste einzudämmen.

In einem Brief an die Gesundheitsbehörden bat die nationale Vereinigung der Geflügelzüchter, "die Meldung einzelner Fälle mit dem Virus H7N9 einzustellen, um übertrieben detaillierte Berichte zu verhindern", wie amtliche Medien aus dem Appell zitierten. Eine offizielle Reaktion darauf wurde am Mittwoch nicht bekannt. Ohnehin scheint die Berichterstattung eher zurückhaltend.

Zum Beginn der Rückreisewelle nach dem chinesischen Neujahrsfest versuchte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit dem Hinweis zu beruhigen, dass es "keinen Beweis" für eine Ansteckung zwischen Menschen gebe. Hingegen berichtet die Weltgesundheitsorganisation nur, dass das Virus "nicht einfach von Mensch zu Mensch weitergegeben wird und eine anhaltende Übertragung nicht berichtet wurde".

In dem Xinhua-Bericht wurden auch keine neuen Zahlen genannt. Vielmehr wurde allgemein auf "jüngste Fälle" in den Regionen Guangxi und Fujian verwiesen. Seit Jahresanfang sind 26 Todesfälle und mehr als 110 Infektionen berichtet worden. Der Verkauf von Geflügel ist eingebrochen. Das Landwirtschaftsministerium schätzt den Schaden für die Geflügelindustrie auf 20 Milliarden Yuan (2,4 Milliarden Euro).

dpa

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