Weg zum Mars

„Curiosity“ soll am Montag landen

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Rund zwei Jahre lang soll „Curiosity“ nach Spuren von Leben auf dem Mars suchen.

Washington - Der große Tag rückt immer näher: Am Montag soll das Roboterfahrzeug „Curiosity“ auf dem Mars aufsetzen - nach mehr als acht Monaten Flug. Die Nasa hofft auf eine sanfte Landung ihres bislang teuersten Mars-Rovers.

Das Roboterfahrzeug „Curiosity“ nähert sich weiter in rasender Geschwindigkeit dem Mars. Der Rover sei nur noch weniger als 800.000 Kilometer vom Roten Planeten entfernt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitagabend (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Curiosity“ (Neugier) fliegt mit einer Geschwindigkeit von rund 13 000 Kilometern pro Stunde, die sich durch die Anziehungskraft des Mars auf dem letzten Stück nach und nach auf etwa 21 000 Stundenkilometer erhöhen wird. Die Landung des bislang teuersten und technisch ausgefeiltesten Marsrovers der Nasa ist für Montag, 7.31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit geplant.

Bei den Nasa-Ingenieuren steigt derweil die Spannung ins Unermessliche. „Das Produkt von neun Jahren meines Lebens wird auf die Probe gestellt“, sagte Adam Steltzner, der gemeinsam mit einem Team das komplizierte Landemanöver des Rovers entwickelt hat, dem US-Radiosender NPR. „Das macht mich natürlich total nervös.“

Unter anderem mit einem Fallschirm, Korrekturdüsen und einem Kran soll das rollende Forschungslabor von der Größe eines Kompaktwagens sieben Minuten nachdem es die Mars-Atmosphäre erreicht hat auf dem Roten Planeten aufsetzen. Ein derart aufwendiges Landemanöver hat es in der Geschichte der Mars-Missionen noch nicht gegeben: Die Vorgänger-Rover „Spirit“ und „Opportunity“ beispielsweise waren leicht genug für eine Luftkissen-Landetechnik. Das Ziel von „Curiosity“ ist der Gale-Krater, einer der tiefsten Punkte auf dem Planeten. Nasa-Experten vermuten, dass hier einst Wasser geflossen sein könnte.

Die Mission ist mit Gesamtkosten in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro die bislang teuerste Mars-Unternehmung der Nasa. Rund zwei Jahre lang soll „Curiosity“ nach Spuren von Leben auf dem Mars suchen.

dpa

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