Meteorstrom

Ab Donnerstag regnet es Sternschnuppen

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Foto: Ab Donnerstagnacht sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden.

Berlin - Nach der Landung des Marsrovers „Curiosity“ gibt es ab Donnerstag das nächste Spektakel im All. Sternengucker können in dieser Zeit ein besonderes Schauspiel am Nachthimmel sehen: Die Perseiden regnen als zahlreiche Sternschnuppen auf die Erde.

Da kann man sich schon einmal ein paar Wünsche überlegen: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beschert uns der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres, die Perseiden, von Donnerstagabend an. „Sternschnuppen sind morgens grundsätzlich besser zu beobachten. Die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sind daher am aussichtsreichsten“, erklärt Hans-Ulrich Keller, Professor an der Universität Stuttgart. Der Höhepunkt des Spektakels liegt in diesem Jahr genau auf dem Wochenende. Am kommenden Montag endet es.

Der Ursprung der Perseiden scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Ursache des Phänomens ist der Komet „109P/Swift-Tuttle“, der eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diese jedes Jahr im August. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als mehr oder weniger helle Meteore. Dabei haben die Feuerkugeln eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216.000 Kilometern pro Stunde. Ein Raumschiff mit dieser Geschwindigkeit wäre binnen knapp zwei Stunden beim Mond.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch „Laurentiustränen“, weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er wurde am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.

dpa

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