Ruhestörung

Eislaufen kann Fische töten

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Foto: Das Wintervergnügen auf dem Eis kann zu einem Sterben von Fischen führen.

Langenargen - Zugefrorene Seen sind für Fische kein Vergnügen. Wenn die Menschen auf dem Eis ihren Spaß haben, geraten die Wasserbewohner in Panik. Auf flachen Gewässern können Schlittschuhläufer sogar der Grund für ein Fischesterben im Frühjahr sein.

Das Schlittschuhfahren auf zugefrorenen Weihern kann nach Angaben von Biologen zu einem Fischsterben im Frühling führen. „Vor allem in Flachseen werden die Fische vom Lärm auf dem Eis in ihrem Winterlager aufgeschreckt“, erklärte der Leiter der Fischereiforschungsstelle in Langenargen (Bodenseekreis), Rainer Berg, am Dienstag. „Dadurch geht ihr Stoffwechsel hoch und sie brauchen mehr Sauerstoff und mehr Nahrung.“

Durch das Eis gelangten die Tiere aber nicht an Futter im oberen Bereich des Sees, erklärt Gerhard Kersting, Leiter des Naturschutzzentrums in Eriskirch. „Wenn die Seen zugefroren sind, isoliert das Eis oben und die Fische finden weniger Nahrung, als sie dann bräuchten.“ Durch die Störung der Winterruhe seien die Fische dann so geschwächt, dass sie im beginnenden Frühjahr sterben.

In einigen Seen etwa in Oberschwaben, auf denen Schlittschuh gefahren wurde, sei in den vergangenen Jahren ein Fischsterben unter dem Eis zu beobachten gewesen, sagte Berg.

dpa/sag

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