Forstwirtschaft

Förster freuen sich: Keine Borkenkäferplage

- Aufatmen bei den Förstern im Harz. Die starken Regenfälle der vergangenen Woche und die vergleichsweise niedrigen August-Temperaturen bremsen den Borkenkäfer.

Die befürchtete Plage sei bislang ausgeblieben, sagte der Sprecher der niedersächsischen Landesforsten, Michael Rudolph. Bisher seien nur vergleichsweise wenige Fichten befallen.

Nach Messungen der Technischen Universität (TU) Clausthal ist die Temperatur im Oberharz in den vergangenen beiden Wochen kaum einmal über 20 Grad geklettert. An manchen Tagen lag sie sogar deutlich darunter. Im Juli dagegen hatte der Thermometer selbst in höheren Lagen teilweise beinahe die 30-Grad-Marke erreicht.

„Die niedrigen Temperaturen behagen den Borkenkäfern nicht“, sagte Forstsprecher Rudolph. Deshalb sei - anders als noch Ende Juli befürchtet - in diesem Sommer auch noch keine zweite Generation ausgeflogen. Der starke Regen habe zudem die Widerstandsfähigkeit der Fichten gestärkt.

Borkenkäfer bohren sich in die Baumrinde, um dort ihre Eier abzulegen. Bei Wassermangel können die Fichten nicht ausreichend Harz zur Abwehr der Schädlinge bilden. Um befallene Bäume schnell zu entdecken, inspizieren die Förster vor allem bei anhaltend trockenem Wetter systematisch die Wälder. Befallene Stämme werden gefällt und schnellmöglich aus dem Wald geschafft.

dpa

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