Astronomie

Galaxien verschlingen Gas und machen Sterne

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Astronomen haben entdeckt, dass Galaxien Gas verschlingen, um neue Sterne zu bilden.

Garching - Hungrige Galaxien: Astronomen haben den bisher besten direkten Nachweis erbracht, dass Galaxien das umgebende Gas fressen, um neue Sterne zu bilden. Ein hell leuchtendes Objekt im All brachte ihnen Glück.

Ein internationales Astronomenteam hat eine entfernte Galaxie dabei beobachtet, wie sie Gas verschlingt. Dies sei der bislang beste Beweis für die Theorie, nach der Galaxien das Gas ihrer Umgebung einsaugen und daraus neue Sterne bilden, berichtete die Europäische Südsternwarte Eso am Donnerstag in Garching bei München. Die Messung gelang mit Hilfe des Very Large Telescope der Eso in Chile. Die Ergebnisse präsentiert die Forschergruppe um Nicolas Bouché vom Research Institute in Astrophysics and Planetology (Irap) in Toulouse im Fachjournal „Science“.

Astronomen vermuteten schon seit längerer Zeit, dass Galaxien wachsen, indem sie Material aus ihrem Umkreis aufnehmen. Es ist jedoch schwierig, diesen Prozess direkt zu beobachten. Die Forscher um Bouché profitierten von einer seltenen Anordnung von einer Galaxie und einem Quasar, einem extrem hellen Objekt im All. „In diesem Fall hatten wir das Glück, dass der Quasar sich gerade am richtigen Ort befindet“, sagte die Koautorin Crystal Martin von der University of California Santa Barbara. Sein Licht trifft auch die Gaswolken, die Strahlen bestimmter Wellenlänge aufnehmen. Dies ermöglichte es den Forschern, die Eigenschaften des Gases um die Galaxie detailliert zu untersuchen. Besser sei eine Galaxie während des Verspeisens von Gas noch nie beobachtet worden, schreibt die Eso.

dpa

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