Studie

Gen-Baumwolle reduziert Bauern-Armut

- Der Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle lindert die Armut von Millionen Kleinbauern in Indien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Agrarwissenschaftlern der Universität Göttingen.

Nach Angaben der Hochschule bauen seit 2008 mehr als fünf Millionen Kleinbauern in Indien auf einer Fläche von 7,6 Millionen Hektar schädlingsresistente Baumwolle an. Sie verwenden sogenannte Bt-Baumwolle, in die ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis eingefügt wurde. Es produziert ein Gift gegen Fraßschädlinge, das als unschädlich für Menschen gilt.

Die Bauern benötigen seither rund 40 Prozent weniger Pestizide und erzielen um mehr als ein Drittel höhere Erträge. Dies bedeute für die Bauern einen zusätzlichen direkten Gesamtgewinn von einer Milliarde Dollar. Die Ergebnisse der Studie sind in der September-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature Biotechnology“ erschienen.

Neben dem höheren direkten Gewinn entstehe auch ein indirekter Gewinn, sagte der Leiter des Forscherteams, Prof. Matin Qaim. Davon profitierten die von der Baumwollproduktion abhängigen Landarbeiter sowie die Beschäftigten in anderen Sektoren wie Transport und Handel. Direkter und indirekter Gewinn zusammen beliefen sich auf knapp 1,9 Milliarden Dollar. Knapp zwei Drittel dieser Einkommenssteigerung entfalle auf Haushalte unterhalb der Armutsgrenze, für die sich dadurch die Lebenssituation entscheidend verbessere.

lni

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