Forschung über Tiernamen

Gestatten: „Mia“ statt „Minka“

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Stubentiger hören immer öfter auf Namen, die eigentlich auf der Babynamen-Hitliste stehen.

Mainz - Tier- und Menschennamen gleichen sich nach Einschätzung von Forschern an. Hießen Katzen und Hunde vor einigen Jahren eher „Minka“ oder „Hasso“, seien heute vor allem die vorderen Plätze der Babynamen-Hitliste beliebt.

„Die Mensch-Tier-Grenze ist durchbrochen worden“, sagte der Sprachwissenschaftler Peter Kraß am Montag bei einer Tagung in der Mainzer Akademie für Wissenschaft und Literatur. Kraß hatte im vergangenen Jahr seine Abschlussarbeit unter dem Titel „Hello Kitty. Zur Benennung von Katzen“ an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität veröffentlicht. Mit dem Thema Tiernamen befassen sich gerade Sprachwissenschaftler und Soziologen in Mainz bei einer zweitägigen Konferenz.

Die Liebe der Herrchen und Frauchen geht mitunter so weit, dass selbst inoffizielle Rufnamen wie „Stinker“ oder „Mausi“ keine Seltenheit mehr seien, sagte Christine Ganslmayer, Sprachwissenschaftlerin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. „Je näher und privater die Bindung zu seinem Tier ist, desto häufiger endet dessen Name auf "i"“. Beim Tierarzt und in der Öffentlichkeit werde das Tier dann oft wieder mit seinem offiziellen Namen gerufen.

dpa

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