Bloßstellungen im Internet

Grundschüler sollen über Cybermobbing aufgeklärt werden

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Jeder dritte Jugendliche war schon Opfer von Cybermobbing.

Münster - Schon Grundschüler sollten Experten zufolge darüber aufgeklärt werden, wie verletzend Hänseleien, Lügen und Bloßstellungen im Internet sein können. Studien zufolge war jeder dritte Jugendliche schon Opfer von Cybermobbing.

Schon Grundschüler sollten Experten zufolge darüber aufgeklärt werden, wie verletzend Hänseleien, Lügen und Bloßstellungen im Internet sein können. „Eltern sollten mit ihrem Kind früh genug über das Thema reden“, sagte die Psychologin und Cybermobbing-Expertin Stephanie Pieschl von der Universität Münster. Kriminaloberkommissar Peter Vahrenhorst, Experte für Computer- Kriminalität, verdeutlichte den Handlungsbedarf: „Bei einer Befragung unter Drittklässlern einer Schule haben 60 Prozent gesagt: „Natürlich sind wir im Netz, aber unsere Eltern wissen das nicht.“ Studien zufolge war jeder dritte Jugendliche schon Opfer von Cybermobbing.

Die Experten äußerten sich zum Abschluss einer von der Techniker Krankenkasse initiierten Cybermobbing-Tagung in Münster. Schon sehr junge Menschen könnten einfache klare Regeln verstehen, so Pädagoge Gregor Wittmann von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marsberg: „Man schreibt keine Sachen in das Internet, die nicht stimmen.“

Der Chefarzt der Klinik in Marsberg, Falk Burchard, berichtete, dass 20 bis 30 Prozent seiner stationären Patienten „Aspekte von Mobbing oder Cybermobbing“ erlebt haben. „Ein Kind, das von sich selbst das Bild hat „Ich bin wenig wert“, ist ein typisches Opfer aggressiver Akte.“

dpa

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