Rotwild

Im Harz drängen sich die Hirsche

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Im Harz gibt es doppelt so viele Hirsche wie vor zehn Jahren.

Bad Lauterberg - Im niedersächsischen Teil des Harzes gibt es so viel Rotwild wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wenn der Hirsch-Nachwuchs im Frühjahr auf die Welt gekommen ist, werden nach einer Schätzung des Rotwildringes Harz insgesamt rund 6500 Tiere durch die Landkreise Goslar und Osterode streifen.

Dies seien rund 500 mehr als im Vorjahr und fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren, sagte der Leiter des Rotwildringes Harz (RRH), Dieter Holodynski.

Der Bestand vermehre sich seit einigen Jahren immer weiter, obwohl Jäger und Förster immer mehr Tiere schießen. Im abgelaufenen Jagdjahr wurden im Westharz insgesamt über 2000 Tiere erlegt. Die Strecke sei damit noch größer als 2011. Damals waren 1859 Stück Rotwild geschossen wurden.

Es gebe vermutlich zwei Gründe für den seit 1997 ständig wachsenden Rotwildbestand im Westharz, sagte Holodynski. Zum einen haben die Tiere im Nationalpark mittlerweile große Rückzugsflächen, in denen sie weder von Menschen noch von Verkehrslärm gestört werden. „Dort können sie sich prächtig entwickeln.“ Zum anderen wandern vor allem aus dem thüringischen Teil des Harzes viele Hirsche in den Großraum Bad Lauterberg. Der Grund: Dort werden die Tiere - um sie vom Verbeißen junger Laubbäume abzuhalten - im Winter regelmäßig gefüttert.

Der RRH ist eine der größten und ältesten Hegegemeinschaften für Rotwild in Deutschland. Er betreut den rund 100 000 Hektar großen Lebensraum des Rotwildes im Westharz. Die Geweihe der stärksten erlegten Hirsche sollen Anfang April während der traditionellen Geweihschau in Bad Lauterberg ausgestellt werden.

dpa

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